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Neues Schulhaus für Radeberg

Ein Neubau wird neben der alten Grundschule Süd entstehen. Allerdings gibt es Risiken.

Das jetzige Gebäude der Grundschule Süd in Radeberg bleibt erhalten. Dort sollen künftig Kita und Hort untergebracht werden. Für alle Schüler wird ein neues Schulhaus errichtet. Dafür hat sich einstimmig der Stadtrat ausgesprochen.
Das jetzige Gebäude der Grundschule Süd in Radeberg bleibt erhalten. Dort sollen künftig Kita und Hort untergebracht werden. Für alle Schüler wird ein neues Schulhaus errichtet. Dafür hat sich einstimmig der Stadtrat ausgesprochen. © René Meinig

Radeberg. Am Ende waren sich alle einig: Radeberg erhält ein neues Schulhaus. Es wird an der Heidestraße errichtet, als langgestreckter Gebäuderiegel parallel zur Straße. Angefügt ist ein Pavillon. Durch einen Verbindungsbau wird ein Übergang vom neuen in das alte Schulhaus möglich. Das alte Schulgebäude soll für Hort und Kita umgebaut werden. Im neuen Schulgebäude könnte mehr Platz für die Schüler geschaffen werden. Vorgesehen sind drei Klassenräume und ein Mehrzweckraum mehr als in der alten Schule. Das Haus würde heutigen Normen entsprechen. Das Projekt kostet nach den Berechnungen der Planer 16,9 Millionen Euro.

Für das Projekt haben sich alle Stadträte entschieden. Einstimmig votierten sie für diese Variante. Laut OB Gerhard Lemm (SPD) besteht damit die Chance, eine Schule zu bekommen, die heutigen Anforderungen entspricht. Allerdings könnte es sehr lange dauern, bis Fördergeld bewilligt wird. Das Verfahren könne sich mehrere Jahre hinziehen, so der OB. Auch besteht das Risiko, dass die Schadstoffkonzentration in dem jetzigen Schulhaus zunimmt und die Grenzwerte überschritten werden. Die Stoffe waren in der Raumluft nachgewiesen worden. Die Belastung wird mehrmals jährlich überprüft. „Sollten die Werte steigen, dann müssten wir teure Notmaßnahmen ergreifen. Die Wahrscheinlichkeit ist allerdings gering, da die Werte in den vergangenen Jahren nicht nach oben gegangen sind und mit der Zeit eher abnehmen müssten als anzusteigen.“

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Mehrere Zimmer als Reserve

Detlef Dauphin, Fraktionschef der Freien Wähler, sprach sich ebenfalls für diese Variante aus. „Es ist wichtig, dass wir eine neue Schule bekommen, vor allem für unsere Schüler. Ein Neubau mit der Nutzung der alten Schule durch Hort und Kita ist die beste Lösung.“ Für Frank Höhme, Chef der Fraktion SPD/Grüne/Linke, ist es wichtig, dass der Schulstandort an der Heidestraße erhalten bleibt. „Die Schule gehört in diesen Stadtteil. Dass mit dem Neubau und der Sanierung des alten Gebäudes eine Reservefläche von 300 Quadratmetern geschaffen wird, ist umso besser. Diese Räume können Vereine und der Spielmannszug nutzen.“

Auch Ingrid Pätzold von der CDU-Fraktion sprach sich für den Neubau aus. „Wir bekommen so etwas Nachhaltiges. Wenn ich sehe, wie in Radeberg gerade Wohngrundstücke gefragt sind und neue Einfamilienhäuser entstehen, dann ist es gut, dass ein ausreichend großes Schulhaus entsteht, in dem es sogar noch Reserveräume gibt.“ Uwe Kirchner von der AfD-Fraktion sprach sich ebenfalls für Neubau und Nachnutzung des alten Hauses aus. „Das ist die beste Lösung. Uns hätte ein Abriss des alten Gebäudes widerstrebt, so können wir es weiter nutzen und bekommen aber auch ein modernes Schulhaus.“

Abriss des alten Schulhauses abgelehnt

Insgesamt hatten vier Varianten zur Wahl gestanden. Bei der ersten sollte die Grundschule Süd an der Heidestraße in Radeberg für zwei Jahre saniert werden. In der Zeit ziehen die Schüler in einen Containerbau. Anschließend lernen sie wieder in ihrem gewohnten Schulgebäude. Doch dann stellte sich heraus, dass das dann weder barrierefrei ist und noch von der Raumgröße modernen Anforderungen entspricht. Auch ist die Kapazitätsgrenze schon jetzt erreicht. Mit Kosten von 10,2 Millionen Euro war das Vorhaben auch vergleichsweise teuer.

Zur Debatte hatte auch ein Neubau eines Schulgebäudes mit Hort an der Heidestraße gestanden. Dabei sollte das bestehende Schulhaus abgerissen werden und auf dem gleichen Grundstück eine Kita errichtet werden. Nachteil waren die hohen Kosten. Mit 18,2 Millionen Euro wäre es die teuerste Variante geworden. Bei Variante drei sollte an der Schillerstraße eine Schule aus großen modernen Containern errichtet werden. Das alte Schulhaus sollte zum Hort und zur Kita umgestaltet werden. Ein Nachteil wäre die räumliche Trennung von Schule und Hort gewesen. Mit rund 15 Millionen Euro käme sie auch recht teuer. Jetzt sollen zügig die Anträge auf Förderung des Projektes gestellt werden. Die bereits bewilligten Mittel für die Interimsvariante müssen zurückgegeben werden.

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