SZ +
Merken

Neues Seenland-Entwicklerteam will Investoren in die Region holen

Daniel Just und Henriette Thomas sind seit Jahres- beginn für den Zweckverband tätig.

Teilen
Folgen

Von Anja Wallner

Daniel Just kann jetzt morgens wahrscheinlich länger schlafen: Der Wittichenauer muss seit 1. Januar nicht mehr bis nach Großröhrsdorf zur Arbeit fahren, sondern nur noch bis nach Hoyerswerda. Daniel Just ist Geschäftsführer des Zweckverbandes Lausitzer Seenland Sachsen, eine Position, die zum Jahresbeginn neu geschaffen wurde. Gemeinsam mit seiner neuen Mitarbeiterin Henriette Thomas hat der 33-Jährige Büros im Gebäudekomplex Friedrichsstraße 12 bezogen. Dort deutet bisher nur ein Klingelschild im zweiten Stock auf die neue Geschäftsstelle hin; es riecht noch nach „neu“, und die Wände sind noch recht kahl. Noch. „Momentan sind wir mit dem Aufbau der Geschäftsstelle beschäftigt“, sagt Daniel Just, der erst seit knapp drei Wochen im Amt ist. Zuvor war der studierte Betriebswirt sechs Jahre in der Großröhrsdorfer Verwaltung in der Wirtschaftsförderung tätig. Die neue Aufgabe ist dem nicht ganz unähnlich – Wirtschaftsförderung betreibt der Zweckverband im weitesten Sinne auch. Investorengewinnung steht ganz oben auf der Agenda. Die Imagekampagne dazu wird in diesem Jahr anlaufen. Noch liegt das Thema gleich nebenan beim Projektbüro Koordinierung Lausitzer Seenland, soll jedoch im Herbst von den kommunalen Seenland-Zweckverbänden in Sachsen und Brandenburg übernommen werden. Auf welche Art und Weise mögliche Geldgeber angesprochen werden sollen, entscheiden beide Verbände in nächster Zeit gemeinsam.

Unabhängig davon könnte sich Daniel Just vorstellen, dass zur Investorengewinnung die verfügbaren Flächen im Seenland in ein Wirtschaftsförderungs-Portal im Internet wie KWIS.net eingestellt werden. Jedoch gibt es zur künftigen tatsächlichen Flächenverfügbarkeit noch keine Aussage vom Bergbausanierer LMBV.

Ansonsten stürmen gerade viele Projekte auf den Geschäftsführer und seine Mitarbeiterin ein. „Die Organisation der Verbandsversammlungen, Haushaltsplanung, Öffentlichkeitsarbeit, Ansprechpartner und Vermittler im Seenland sein, Betreuung der Investoren bis zu einem gewissen Punkt, Weiterführung der Arbeit des Projektbüros, die Organisation der Überleiter“, zählt Daniel Just einige Aufgaben der Geschäftsstelle auf. Nicht zu vergessen die sogenannten Schlüsselprojekte, wie das Sport- und Golfressort. Dies sei nicht gestorben, betont Daniel Just. „Wir behalten es im Auge, können aber keine Investoren herbeihexen.“

Für Henriette Thomas machen die vielen Projekte, die man „wie Puzzleteile zusammenfügen muss“, den Reiz ihrer Arbeit aus. Die Diplom-Geographin stammt aus Ringenhain. Nach dem Studium arbeitete die 29-Jährige als Regionalmanagerin in Schleswig-Holstein. Ihr Wunsch, die Region hier mitzuentwickeln, hat sich nun erfüllt. „Ich freue mich“, sagt sie, „es gibt viel zu tun, man kann Prozesse mitgestalten“. Auch Daniel Just hat sich von Anfang an mit dem Seenland verbunden gefühlt und nun eine Möglichkeit gefunden, hier aktiv zu werden. Apropos: Er sieht sich momentan eher als Radfahrer und Skater und nicht als Wassersportler. „Aber“, sagt er, „das muss ja nicht so bleiben …“