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Neumarkt-Investor gibt Pläne in der Oberlausitz auf

Die AVW Immobilien AG verabschiedet sich endgültig aus Zittau. Die Center-Geschichte geht dort in eine neue Runde.

Von Mario Heinke

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Auf dem Schotterplatz an der Ecke Neustadt/Albertstraße in Zittau parken die Anwohner, wie eh und je. Dabei ist das unansehnliche Areal seit über 20 Jahren ein Ort der Träume. Hier sollte ein Einkaufsparadies hin. Bis heute ist der Traum unerfüllt geblieben. Wie die AVW Immobilien AG jetzt informierte, zieht sie sich aus dem Projekt Einkaufs-Center zurück. Die in Hamburg ansässigen Projektentwickler sind in Meißen keine Unbekannten – als Investoren und Betreiber der Neumarkt-Arkaden.

Wie die AVW Immobilien AG jetzt in Zittau mitteilte, will eine Immobilientochter der Rossmann-Gruppe das Vorhaben übernehmen. „Im Rahmen der weiteren Fortführung des B-Plan-Verfahrens soll es formal einen Wechsel des Vorhabenträgers geben“, so die AVW. Das Zittauer Rathaus deutet dies als Fortführung des Bauprojektes auf Grundlage der zuletzt von der AVW vorgelegten Pläne, die eine Verkaufsfläche von 3 100 Quadratmetern vorsehen. Die Drogeriekette war ursprünglich einer der Mieter, die in das Einkaufs-Center einziehen wollten.

Die Rossmann-Gruppe bestätigt auf Nachfrage der SZ, dass die Pressemitteilung der AVW mit Rossmann abgestimmt ist. In welcher Form das Bauprojekt von der eigenen Immobiliengesellschaft weitergeführt werden soll, ist aber noch unklar. „Es ist noch zu früh irgendeine Aussage dazu zu treffen“, erklärt Josef Lange, Mitarbeiter der Rossmann-Pressestelle.

Die scheinbar endlose Geschichte um das Zittauer Einkaufszentrum geht nun in eine neue Runde. Bereits im August 2013 hatte die AVW ihre eigenen Pläne über den Haufen geworfen. Im Mai 2014 legte die Firma dann geänderte Projektskizzen zum geplanten Fachmarktzentrum vor, die eine wesentliche Verkleinerung des Vorhabens von ursprünglich 9 000 auf 3 100 Quadratmeter Verkaufsfläche vorsahen. Das neue Projekt beschränkte sich auf die Fläche nördlich der Albertstraße und enthält nur noch im Erdgeschoss Verkaufsflächen. Der Stadtrat hat in seiner Sitzung im Juli 2014 beschlossen, den geänderten Projektentwurf zur Grundlage der weiteren Planung zu machen. Im nächsten Schritt sollte die AVW, dem beauftragten Planungsbüro in Abstimmung mit der Stadtverwaltung erneut eine detaillierte Entwurfsplanung vorlegen. Das ist nie geschehen. Seither wartete die Zittauer Stadtverwaltung vergeblich auf ein Signal aus Hamburg, das nun eintraf.

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