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Neustadt bangt um Fördermittel

Am Skihang in Rugiswalde soll ein neues Mehrzweckgebäude entstehen. Doch noch kann der Bau nicht beginnen.

Von Katarina Lange

Neustadt hat in diesem Jahr viel vor. Vor allem im Ortsteil Rugiswalde. Dort soll eine leer stehende Scheune zu einem Mehrzweckgebäude umgebaut werden. Die Scheune grenzt direkt an den Skihang. Die Kommune hatte sie Ende letzten Jahres gekauft. In dem sanierten Objekt soll der Skiclub Rugiswalde ein neues Domizil bekommen. Außerdem ist darin ein Imbiss geplant. Auch ein Mehrzweckraum soll entstehen sowie Unterstellmöglichkeiten für die Technik des Skiclubs.

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So weit die Pläne. Doch beginnen können die Bauarbeiten noch nicht. Denn Neustadt bangt derzeit um Fördermittel, die den Bau finanziell unterstützen sollen.Momentan werde seitens des Bauamtes alles daran gesetzt, die Förderung für das Vorhaben zu erreichen, damit das Projekt in diesem Jahr umgesetzt werden kann, sagt Bürgermeister Manfred Elsner (FDP). Der Grund für die Verzögerung hängt mit dem Konzept zusammen, wie das Mehrzweckgebäude künftig genutzt wird. Der geplante Gastronomiebereich wird für die Kommune Erlöse erwirtschaften. Dies ist deshalb ein Bereich, der nicht gefördert wird. „Wir erwarten deshalb weniger Fördergelder“, sagt Elsner.

Der Ratschef ist dennoch überzeugt, dass der Bau pünktlich beginnen kann. Im Mai sollten die Arbeiten starten. An diesem Termin hält die Kommune bislang weiter fest. In der Stadtratssitzung Ende April soll Elsner zudem eine Vollmacht erhalten. Damit kann er die wichtigsten Bauleistungen eigenständig vergeben.

Wenn der Bau pünktlich im Mai starten kann, soll im Herbst die große Einweihung stattfinden. Bis Ende Oktober soll das touristische Mehrzweckgebäude komplett fertig sein. Neustadt hatte sich bewusst dieses Zeitfenster ausgesucht, damit die Bauarbeiten die nächste Skisaison nicht behindern. Danach könnten der Imbiss und die Baracke, in der der Skiclub unter anderem den Pistenbully stehen hat, abgerissen werden. Die Lifthütte wird, so die Pläne, weitergenutzt, hauptsächlich als Kassenhäuschen.

Die sanierte Scheune soll dann nicht nur über die Wintermonate genutzt werden, sondern ganzjährig. Das lässt das umfassendere Nutzungskonzept zu. Die Scheune biete genügend Platz für alle Ideen, die die Kommune hat. Zum Beispiel könnte die ausgebaute Scheune ein Anlaufpunkt für Radfahrer werden. An Rugiswalde führt ein beliebter Radweg vorbei.

Um den Umbau zu finanzieren, hat Neustadt im Haushalt rund 460 000 Euro eingeordnet. Die Summe war eigentlich für einen Neubau der alten Skihütte vorgesehen. Weil der aber nicht gefördert wird, änderte die Kommune ihre Pläne und die Idee zu dem Mehrzweckgebäude entstand.