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Dresden

Neues Wohnquartier für die Neustadt

Mehr als 100 Wohnungen sollen in der Fritz-Reuter-, Ecke Friedensstraße enstehen. Die Pläne wurden nun erstmals vorgestellt. 

So wird die Friedensstraße voraussichtlich 2021 aussehen. Über 100 neue Wohnungen werden gebaut.
So wird die Friedensstraße voraussichtlich 2021 aussehen. Über 100 neue Wohnungen werden gebaut. © Visualisierung Sassenscheidt

Seit zehn Jahren wird die Bebauung geplant, nun soll es endlich losgehen: In der Fritz-Reuter-, Ecke Friedensstraße wird in den nächsten Monaten wieder eine Freifläche verschwinden. Ein Kran rotiert bereits in der Mitte des großen Baufelds. 104 Wohnungen sollen in der Äußeren Neustadt neu gebaut werden, die Pläne wurden nun erstmals vorgestellt.

Es ist nicht das einzige Großprojekt, das Investor Erik Sassenscheidt von der Quartier am Friedenseck GmbH & Co. KG derzeit in Dresden realisiert. Auch den Bau des Mika-Quartiers mit geplanten rund 900 Wohnungen am Elbe Park leitet er. Für das Grundstück im Hechtviertel wurde eigens ein langwieriges Werkstattverfahren durchgeführt, erklärte Sassenscheidt nun kürzlich im Stadtbezirksbeirat Neustadt. Sechs Architektenbüros waren beteiligt, um die neuen Wohnhäuser und deren Fassaden an die Bestandshäuser anzupassen. „Die Leitfrage war dabei, wie sich das Quartier einfügen kann?“ Gemeinsam mit Stadtplanern aus Dresden habe man sich für die Antwort auf diese Frage Zeit genommen. 

Auf der langen Fläche bis zur Fritz-Reuter-Straße soll der Neubau an die Bestandshäuser im Viertel angepasst werden - mit verschiedenen Klinkerfassaden. 
Auf der langen Fläche bis zur Fritz-Reuter-Straße soll der Neubau an die Bestandshäuser im Viertel angepasst werden - mit verschiedenen Klinkerfassaden.  © Visualisierung Sassenscheidt

An der Friedensstraße wird nun ein Viergeschosser mit Klinkerfassade in unterschiedlichen Abstufungen entstehen. Auf der langen Fläche soll die Front immer wieder durch unterschiedliche Optiken unterbrochen werden. Platz für 73 Wohnungen wird demnächst im Vorderhaus sein. Im Hinterhof schließen sich zudem drei dreigeschossige Bauten mit insgesamt 31 Wohnungen an. Alle Wohngebäude werden mit einer einstöckigen Tiefgarage versehen. „Auch ein Enderwerber ist bereits gefunden, der die Vermietung übernimmt“, sagt Sassenscheidt. Wer genau das ist, behält der Geschäftsführer jedoch für sich. Auch zu den späteren Miethöhen – im Friedenseck Quartier werden keine Eigentumswohnungen entstehen – kann er noch nichts sagen.

Der Generalplaner Gottfried Schaaf vom Planungsbüro BIS GmbH führt aus, dass im hinteren Bereich der Wohnanlage Grünzüge angelegt werden sollen, die eine direkte Verbindung zum benachbarten Kleingartenverein Friedenseck herstellen. Der Austausch mit dem Gartenvorstand sei gut und produktiv. "Wir sind frühzeitig auf den Verein zugegangen und haben das Gespräch gesucht." Es sollte nichts über die Köpfe der Kleingärtner hinweg entschieden werden. 

Im Hinterhof sollen drei dreigeschossige Neubauten mit Drei- bis Vierraumwohnungen entstehen. 
Im Hinterhof sollen drei dreigeschossige Neubauten mit Drei- bis Vierraumwohnungen entstehen.  © Visualisierung Sassenscheidt

Die 31 Wohnungen in den zurückgestellten Bauten seien als Drei- bis Vierraumwohnungen geplant und sollen vor allem Familien ansprechen. Im vorderen Viergeschosser an der Friedensstraße werden hingegen Zweiraum- und kompakte Dreiraumwohnungen entstehen. Diese unterschiedlichen Wohnungstypen sollen laut Schaaf für eine Durchmischung des Quartiers sorgen. Im Jahr 2021 soll fertig gebaut sein. 

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In Dresden hat Schaafs Büro bereits diverse Projekte umgesetzt. Unter anderem betreut er das Striesener Gartenstadtprojekt, bei dem 350 gehobene Wohnungen in insgesamt 26 Stadtvillen entstehen. Auch an der Umsetzung des Mika-Quartiers ist er beteiligt. 

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