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Firma kauft belastetes Grundstück

Im Gewerbepark an der Bischofswerdaer Straße in Neustadt wurde ein weiteres Grundstück veräußert. Der Bauherr hat einiges zu tun.

Für die belastete Fläche an der Bischofswerdaer Straße gibt es einen Interessenten.
Für die belastete Fläche an der Bischofswerdaer Straße gibt es einen Interessenten. © Daniel Schäfer

Der Stadt Neustadt ist es gelungenen, ein Grundstück im Industrie- und Gewerbepark Neustadt/Langburkersdorf (IGP) an der Bischofswerdaer Straße zu verkaufen. Die Fläche hatte sich die Firma WTK-Elektronik GmbH im Jahr 2012 offenbar sichern lassen.  Mit der Errichtung des neuen Standortes an der Rudolf-Diesel-Straße benötigte das Unternehmen die Fläche aber nicht mehr. Daraufhin wurde versucht, das Areal zu verkaufen. Doch das erwies sich offenbar als schwierig. Das Rohr welches weithin sichtbar aus der Erdreich ragt, sieht zwar aus, wie moderne Kunst. Darunter verborgen liegt das eigentliche Problem.

Das Grundstück ist altlastenverseucht. Bereits im Juli 2001 wurde ein Gutachten in Auftrag gegeben, welches die Beschaffenheit des Erdreiches der ehemaligen Hausmülldeponie untersuchen sollte.  Die Experten kamen zu dem Schluss, das der Boden durch Gasaustritt erheblich belastet ist. Deshalb wurde auch dieses Rohr montiert. Die Experten kamen außerdem zu dem Schluss, das derjenige, der die Fläche nutzen möchte, umfangreiche Vorarbeiten tätigen muss.

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Aus diesem Grund ist wohl auch in den letzten Jahren nicht gelungen, die Fläche an eine neue Firma zu verkaufen. Jetzt gibt es einen Interessenten.  Eine Firma aus dem Baden-Württembergischen Hochdorf für Gebäudeverwaltung, Garten- und Landschaftsbau sowie kommunale Dienstleistungen will das  5.184 Quadratmeter große Gelände kaufen. Die Lage des Grundstückes fast direkt am Autobahnzubringer, der Ortsumgehung nach Bischofswerda und der Preis wiegen möglicherweise das Altlasten-Thema wieder auf. Um dieses bewerten zu lassen, wurde ein Gutachter bemüht, welcher den Verkaufspreis festlegen sollte. Dieser wurde nunmehr auf 36.500 Euro festgesetzt.  

Dem Käufer sind die Altlasten auf dem Grundstück bekannt. Er wird zum Beispiel den anfallenden Erdaushub gesondert entsorgen müssen. Die Kosten für den Bau der Gründung für das Fundament werden ebenfalls steigen. Außerdem sind umfangreiche baubegleitende Arbeitsschutzmaßnahmen notwendig. Der Investor plant hier, einen Firmenstandort zu errichten und ihn dann als Niederlassung der Firma in Baden-Württemberg zu betreiben. In Neustadt ist man jedenfalls froh, eine weitere Fläche,  noch dazu mit so schwierigem Terrain,  verkaufen zu können. 

Der Industrie und Gewerbepark Neustadt in Sachsen/Langburkersdorf war einer der ersten der Region. Bereits mit seiner Planung wurde der "Autobahnzubringer" bis Bischofswerda konzipiert. Im August 1991 hatte die Erschließung des 85-Hektar-Geländes begonnen. Kostenpunkt: Weit über 20 Millionen Mark. Nachdem Tankstelle und ein Autohaus bereits in Betrieb waren, nahm mit Gerodur im Frühjahr 1993 das erste produktive Unternehmen seine Arbeit auf.  Großes Plus des Neustädter IGP: Weit mehr als die Hälfte der verkauften Flächen wird für Produktion und nicht den Handel oder als Lager genutzt.

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