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Wann kommt der neue Nahversorger?

Mit dem Bau des neuen Rewe-Marktes wird sich der jetzige im Neustädter Wohngebiet Engels-/Gorki-/Heine-Straße zurückziehen. Die Anwohner sehen das als Katastrophe.

Der Rewe-Markt auf der Maxim-Gorki-Straße in Neustadt ist gut besucht.
Der Rewe-Markt auf der Maxim-Gorki-Straße in Neustadt ist gut besucht. © Daniel Schäfer

Die Tage des jetzigen Rewe-Marktes an der Maxim-Gorki-Straße sind gezählt. Geht der neue in Betrieb, hat der alte ausgedient. Die Diskussionen darum schwappen nun erneut hoch, vor allem weil die Anwohner des Stadtteils wissen wollen, ob und wann sie einen neuen Nahversorger bekommen. 

Bislang gibt es keine konkreten Aussagen dazu, außer dass möglicherweise im kommenden Jahr eine Entscheidung getroffen wird. Das ärgert Anwohner wie Wolfgang Forgber. "Es ist nicht zu akzeptieren, dass der Bürgermeister erst im Jahre 2021 sich über die Zukunft der Versorgung in diesem Wohngebiet äußern will", schreibt er im Namen anderer Anwohner in einem Brief an Sächsische.de. 

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Offenbar gibt es derzeit tatsächlich nichts Neues dazu, was mit dem jetzigen Handelszentrum wird. Das bekräftigte auch Andreas Barth Projektentwickler bei Saller Gewerbebau, dem Bauträger des neuen und des alten Rewe-Marktes kürzlich auf Nachfrage von Sächsiche.de. Und das erzürnt die Einwohner des Stadteils und sorgt vor allem beim täglichen Einkauf für genügend Gesprächsstoff.

Zieht Rewe weg und es kommt kein Nachfolger, dann müssen die Bewohner des Gebietes  Maxim-Gorki-Straße/Heinrich-Heine-Straße/Friedrich-Engels-Straße oder auch dem Wohngebiet Bruno-Dietze-Ring tatsächlich weite Wege in Kauf nehmen. Und die meisten der Bewohner sind inzwischen im Rentenalter, manche verfügen auch nicht mehr über ein eigenes Fahrzeug oder wollen nicht mehr weit fahren. Der kurze Weg in den Markt ist für sie ideal. Fast sechs Jahre wird nun schon über das Rewe-Projekt gesprochen.  "Man hatte doch viele Jahre Zeit, ebenso ein Konzept nach dem Wegzug von Rewe zu entwickeln. So wird es also in einiger Zeit in dem Stadtteil finster werden und die Bürger vor geschlossenen Einkaufsräumen stehen", schimpft er. Er hoffe, dass dies dem Stadtrat nicht egal sei und dieser vielleicht auch mehr Druck auf eine Entscheidung ausübt. Das derzeitige Angebot des Marktes reiche für die kleine Versorgung, so Wolfgang Forgber.

Zumindest hat das Unternehmen Saller im Dezember letzten Jahres zugesichert, das am alten Rewe-Standort im Wohngebiet an der Gorki-/Engels-/Heine-Straße die Versorgung mit einem Lebensmittelanbieter erhalten bleibt. Dies sei der Stadt Neustadt vertraglich so zugesichert worden. Fest stünde aber bereits, dass an der Maxim-Gorki-Straße sicherlich ein Teil des alten Gebäudes abgerissen und umgebaut werden muss. Da aber inzwischen schon wieder ein halbes Jahr ins Land gegangen ist, werden die Anwohner so langsam misstrauisch.

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