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Neustadts Dauerbaustelle

Die ehemalige Bogenbrücke im Arthur-Richter-Park wird die nächste grüne Insel im Stadtpark. So geplant war das eigentlich nicht.

Die Natur holt sich die einstige Bogenbrücke zurück.
Die Natur holt sich die einstige Bogenbrücke zurück. © Weber

Im Juli 2019 verkündete die Stadtverwaltung, dass die Bogenbrücke im Arthur-Richter-Park gesperrt werden musste. Diese war nicht zuletzt immer ein beliebtes Fotomotiv, sozusagen eine Attraktion im Park. Die Vorbereitungen zur Sanierung würden laufen. "Der Zeitraum kann noch nicht benannt werden", hieß es damals. Wohl zum Glück. Vielleicht hatte man in der Verwaltung schon geahnt, dass es schwierig werden könnte.

Im März 2020 wurde der kleine Teich abgelassen und der alte kaputte Brückenkörper demontiert. Danach konnte mit der Sanierung begonnen. Ende März sollten die Arbeiten abgeschlossen sein, verkündete dann zu Baubeginn die Stadtverwaltung. Steil ragen bereits die kantigen Betonelemente in die Höhe. Diese sind neu und sollten  eigentlich die Bögen der neuen Brücke halten. Doch wo ist der Oberbau geblieben? Irgendwie scheint sich die Natur gerade diese Dauerbaustelle zurückzuholen. Die rot-weißen Absperrbänder sind bereits von Unkraut überwuchert , so als ob hier schon lange niemand mehr gearbeitet hätte. In Neustadt selbst schwatzt man bereits von einem Schildbürgerstreich. Und im jüngsten Stadtrat wurde das auch thematisiert.  Vor allem weil die Monate März und April ziemlich trocken waren, hoffte man da wohl auf einen zügigen Weiterbau. Stadtrat Matthias Mews (CDU) kritisierte deshalb, dass die Brücke immer noch nicht fertig ist.  Und er wollte wissen, wann die Neustädter wieder über die beliebte Bogenbrücke spazieren könnten. Das wird wohl noch ein paar Wochen dauern. Die Brücke sei in Arbeit. "Im Sommer können die  Neustädter wieder über die Brücke spazieren", versprach Bürgermeister Peter Mühle (NfN). Das wäre dann auch das einjährige Baustellenjubiläum.

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Der Park wurde nach dem Neustädter Kaufmann Arthur Richter benannt. Da er unverheiratet und kinderlos war, vererbte er der Kommune sein Haus und das Grundstück an der Dresdner Straße 34 mit der Forderung, es zu verkaufen. Von dem Erlös, so verfügte er, sollte das Krankenhaus gebaut werden. Es entstand 1898. Außerdem verfügte er, einen Park anzulegen. Bis etwa zur zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde dieser als Vogelteich bezeichnet. Mit der Umgestaltung zwischen 1892 und 1895 erhielt das Gelände seine jetzige Form.

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