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Neustadthalle plant Investitionen

Das Kulturhaus in Neustadt soll moderner werden. Geplant sind unter anderem der Start des Online-Ticket-Verkaufs und eine neue Homepage.

Von Siri Rokosch
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Neustadts Neustadthalle soll künftig über eine neue Homepage erreichbar sein. Weitere Investitionen sind geplant.
Neustadts Neustadthalle soll künftig über eine neue Homepage erreichbar sein. Weitere Investitionen sind geplant. © Daniel Schäfer

Die Geschäftsführerin der Neustadthalle Veranstaltungs GmbH, Anett Zierenberg, hat den Stadträten ihren Wirtschaftsplan für das laufende und kommende Jahr vorgestellt. Inbegriffen sind darin auch Investitionen in das Kulturhaus. So würden durch die Zuschüsse der Stadt Neustadt für den Bereich Touristik, in Höhe von 55.000 Euro, unter anderem neue Platznummern an den Stühlen im Großen Saal angebracht werden.

Das Geld soll zudem in eine moderne Homepage für den touristischen Bereich fließen. Diese soll übersichtlicher und benutzerfreundlicher werden. Zudem sei der Verkauf von Online-Tickets ermöglicht werden. Für die Sommerferien ist außerdem wieder ein Ferienpass für die Kinder geplant, erklärte Anett Zierenberg am Mittwochabend den Stadträten.

"2019 war ein sehr hartes Jahr", äußerte sie. "Zwei gastronomische Einrichtungen mussten schließen." Für 2020 prognostiziert sie aber eine Stabilisierung und ein erfolgreiches Ergebnis. Positiv bewertet die Geschäftsführerin, dass die jährlichen Zuschüsse für ihr Haus, durch den Kulturraum Meißen-Sächsische Schweiz-Osterzgebirge mit 135.000 Euro um 20.000 Euro höher seien, als in den Jahren 2017 und 2019. Damals lagen sie ihrer Aussage zufolge bei 115.000 beziehungsweise bei 118.000 Euro. Da Anett Zierenberg in diesem Jahr allerdings mit einer Finanzspritze in Höhe von 147.000 Euro vom Kulturraum rechnete, solle die Stadt Neustadt die Differenz von 12.000 Euro übernehmen.

Die Kommune wird die Stadthalle mit gut 284.000 Euro für das Jahr 2020 unterstützen. Das ergibt sich aus dem vorgestellten Wirtschaftsplan. Weitere Einnahmen sollen durch den Ticket-Verkauf, Vermietungen der Räumlichkeiten und die Gastronomie erfolgen. Diese sind insgesamt mit 257.000 Euro kalkuliert. Demgegenüber stehen vor allem Personalkosten für die Angestellten der Neustadthalle Veranstaltungs GmbH sowie Honorarkosten.

Schlussendlich rechnet die Geschäftsführerin mit einem Minus von 5.000 Euro für das laufende Jahr. Dieses soll in das Jahr 2021 übernommen werden. Alle Prognosen des nun vorgestellten Wirtschaftsplanes seien ohne einen neuen Pächter für die beiden leerstehenden Gaststätten erstellt worden, erklärt Anett Zierenberg.

Sie kündigte an, dass es in diesem Jahr weniger gastronomische Veranstaltungen in der Neustadthalle geben werde. "Stattdessen planen wir mehr kulturelle Events“, sagt Zierenberg. Dies sei auch ein Wunsch des Förderers Kulturraum Meißen-Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Die 15 anwesenden Stadträte haben den Wirtschaftsplan zur Kenntnis genommen. Für die beiden geschlossenen Gastronomien, das "Schützenhaus" und die "Kugel" wird derzeit ein neuer Betreiber gesucht. 

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