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Neustädter Bahnhof ist jetzt komplett saniert und vermietet

Ab 1. Juni mietet der Pflegedienst Vogel weitere Räume. Die städtische Wohnungsgesellschaft als Eigentümer baut sie aus.

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Von Heike Sabel

Derzeit entstehen im rechten Flügel des Neustädter Bahnhofes drei Pflegewohnungen und fünf Pflegeplätze. Ab 1. Juni erfolgt der Bezug. Der Mietvertrag mit dem Neustädter Pflegedienst Vogel ist abgeschlossen, sagt Matthias Scholze, der Geschäftsführer der städtischen Wohnungsgesellschaft.

Sie hat den Bahnhof 2006 von der Stadt übernommen, nachdem der Verkauf an ein Frankfurter Unternehmen gescheitert war. Die Stadt Neustadt hatte bereits 2004 mit der umfangreichen Sanierung des Bahnhofsgebäudes begonnen.

Scholze ist froh, dass der Bahnhof nun komplett ist. Damit war erst für 2010 gerechnet worden. Scholze verfolgte von Anfang an ein Prinzip: Sanieren und ausbauen nach den Wünschen und Vorstellungen des Mieters. Das hat sich auch beim Pflegedienst Vogel bewährt.

Über eine halbe Million Euro

Er hat inzwischen drei Standorte in der Stadt. Neben dem Bahnhof sind es Häuser auf der Bach- und Dresdner Straße. Die Zahl der Mitarbeiter steigt mit der Erweiterung im Bahnhof auf 55, sagt Katrin Vogel. Da sie jetzt auch hier eine rund-um-die-Uhr-Betreuung anbietet, hat sie fünf Personen neu eingestellt. Alle 15 Kleinstwohnungen im Bahnhof sind vermietet. Die Nachfrage ist nach wie vor sehr groß, sodass es Wartelisten gibt. Katrin Vogel hat sich bereits 2006 für den Bahnhof entschieden. Danach wollte sie erst einmal abwarten, wie sich der Bedarf entwickelt. Außerdem wurde sie inzwischen Mutter. Ihren privaten Pflegedienst für häusliche Alten- und Krankenpflege gründete sie am 1. September 1995. Vier Jahre später eröffnete sie auf der Dresdner Straße das erste Betreute Wohnen, wo heute das Zehnjährige gefeiert wird.

Im Bahnhof befinden sich außerdem eine Arztpraxis, ein Friseur und ein Imbiss. Auch die Bahn hat einen Raum. Außerdem gibt es ein Infoterminal des Verkehrsverbundes. Der hat 2003 auch die Übergangsstelle Bus-Bahn am Bahnhof gebaut.

Für Scholze und die Stadt ist das Gebäude ein gutes Beispiel für die Umnutzung ehemaliger Bahnhöfe. Insgesamt floss über eine halbe Million Euro in die Sanierung und den Ausbau des Bahnhofes.