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Neustädter Sportler trauern

Armin Tulka engagierte sich über Jahrzehnte beim SSV Neustadt. Jetzt ist er im Alter von 87 Jahren verstorben.

Von Katarina Gust

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Ein erfolgreicher Sportler, das war er zugegebenermaßen nicht unbedingt. Dennoch hat Armin Tulka dem Sport in seiner Heimatstadt Neustadt viel gegeben. Jahrzehntelang engagierte er sich beim SSV Neustadt. Mit 70 Jahren noch rief er den Seniorenfußball ins Leben. Nun ist Armin Tulka verstorben. Völlig unerwartet starb der 87-Jährige am 14. Januar. Seine Familie, Freunde und Bekannte werden an diesem Freitag in der Friedhofskirche in Neustadt von ihm Abschied nehmen.

„Wir verlieren in Armin einen echten Sportidealisten“, sagt Roland Milde, der über den Sport viele Jahre mit Armin Tulka verbunden war. Viele Menschen, nicht nur in Neustadt, trauern um ihn, denn auch Sportfreunden aus anderen Orten war er bekannt. Schon als Kind und Jugendlicher sei Armin Tulka sehr sportinteressiert gewesen. Er spielte aktiv Tischtennis, Fußball und war Schwimmer. Als Übungsleiter hat er in Neustadt vielen Kindern das Schwimmen beigebracht. Zu DDR-Zeiten übernahm Tulka sogar die Geschäftsführung der Betriebssportgemeinschaft Fortschritt, die zum Landmaschinenkombinat Fortschritt in Neustadt gehörte. Armin Tulka fand vor allem in der Abteilung Fußball ein zweites Zuhause. Er war Vorstandsmitglied der Sektion Fußball. Auch als Schiedsrichter stand er auf dem Platz. Nebenbei trainierte er den Fußballnachwuchs. „Armin war jahrzehntelang im Sport aktiv als Spieler, Übungsleiter, Schiedsrichter und Organisator“, würdigt Manfred Herzog seinen langjährigen Freund. Zusammen mit seiner Frau Marianne übernahm er zudem das Neustädter Sportcasino, das beide mehrere Jahre betrieben.

Auch als Rentner blieb Armin Tulka dem SSV Neustadt treu. Als 70-Jähriger trommelte er andere fitte Senioren zusammen und rief den Seniorenfußball ins Leben. Die Gruppe der Ü 60-Fußballsenioren, wie sich die Mannschaft damals nannte, gibt es bis heute. Dem Ball laufen die Männer nicht mehr so oft hinterher. Heute steht vielmehr die Geselligkeit im Mittelpunkt. Und für diese hat Armin Tulka mit gesorgt. Er organisierte die regelmäßigen Treffen der Fußballsenioren. Jährlich wird eine große Abschlussfeier veranstaltet, zu der auch die Ehepartner eingeladen sind. Gemeinsam werden Kegelabende und Doppelkopfturniere veranstaltet. Auch anlässlich von Geburtstagen sitzen die Senioren zusammen. Regelmäßig machten die Neustädter zudem Ausflüge, die von Armin Tulka organisiert wurden. Auch dabei durften die Ehepartner nicht fehlen. „Armin hat bereits über seinen bevorstehenden 88. Geburtstag im Sommer gesprochen“, erinnert sich Manfred Herzog. Das Schnapszahljubiläum wollte er größer feiern.

„Armin war immer bemüht, etwas für den Sport zu leisten, ohne sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen“, sagt Roland Milde. Er sei kameradschaftlich gewesen, bescheiden und immer hilfsbereit. Das seien seine Markenzeichen gewesen.

Seine Hilfsbereitschaft zeigte sich auch im privaten Bereich. Bis zuletzt hat sich der 87-Jährige liebevoll um seine kranke Frau Marianne gekümmert. „Wir haben mit ihm einen verlässlichen und begeisterungsfähigen Sportkameraden verloren“, sagt Manfred Herzog. Sein Tod sei völlig unerwartet gekommen. Die Lücke zu füllen, die Armin Tulka hinterlässt, sei schwer. „Wir wollen sein Andenken ehren, indem wir die Arbeit in seinem Sinne weiterführen“, verspricht Manfred Herzog.

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