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Neustart auf Abstand

Die Pirnaer Singegemeinschaft „Harmonie“ trifft sich unter Auflagen nach 14 Wochen wieder zum gemeinsamen Proben.

Unter Leitung von Thomas Manz: Erste Probe der Pirnaer „Harmonie“ in der Klosterkirche nach dem Aus durch Corona.
Unter Leitung von Thomas Manz: Erste Probe der Pirnaer „Harmonie“ in der Klosterkirche nach dem Aus durch Corona. © Norbert Millauer

Endlich! Nach 14 Wochen bangen Wartens, wann und wie es mit dem Singen weitergehen wird, begann die Pirnaer „Harmonie“ jetzt wieder mit Chorproben. Sie mussten wegen Corona - wie vieles andere auch - Mitte März abrupt abgesagt werden.

Jetzt gehört die Singegemeinschaft mit zu den Ersten in Sachsen, die wieder richtig loslegen. Die Freude bei den Sängern ist groß über den - wenn auch eingeschränkten - Wiederbeginn.

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„Es ist einfach schön, wieder gemeinsam zu singen, wenn auch mit Abstand“, freut sich Karl Kretzschmar. „Nun starten wir endlich, ich habe schon lange darauf gewartet“, meint Steffi Pfeiffer. „Und dass wir einen passenden Raum gefunden haben, ist klasse“, ergänzt Frank Schubert, während Andreas Brückner mahnt: „Jetzt müssen wir uns anstrengen, um wieder zu gewohnter Qualität zu finden.“

Nun also Neustart an neuem Ort. Nicht mehr wie bisher im Schillergymnasium, sondern in der Klosterkirche, da mehr Platzbedarf aufgrund des Hygienekonzepts besteht. „Ich bin der katholischen Kirche dankbar, dass sie uns diese Möglichkeit einräumt“, sagt Chorleiter Thomas Manz. Er dankt zugleich der Singegemeinschaft, dass sie seinem Interims-Konzept diszipliniert gefolgt ist. Es umfasste wöchentliche Videokonferenzen, digitale häusliche Proben und Kontaktpflege über die WhatsApp-Gruppe. „All das ersetzte zwar nicht die normalen Proben. Aber darauf können wir jetzt aufbauen und noch vor dem Sommer beginnen, verlorenes gemeinsames Training aufzuholen.“

Der Neustart mit Hygienekonzept, dessen Einhaltung jeder unterschreiben muss, hat es in sich. Ist aber trotz des aufwendigen Papierkriegs machbar, meint der Chorchef. Es  basiert auf einer entsprechenden Verordnung des sächsischen Sozialministeriums und Empfehlungen des sächsischen Chorverbandes. Dazu gehören individuelle Belehrung, feste Abstandsregeln sowie eine verbindliche Sitzordnung, Anwesenheitsliste, Handdesinfektion, regelmäßige Pausen und Lüftung - um nur einiges zu nennen. Mund- und Nasen-Schutz handhabt jeder eigenverantwortlich entsprechend den Vorgaben. Die Teilnahme an den Proben fußt auf dem Prinzip der Freiwilligkeit.

Wie lange es diese Probenart geben wird, ist offen. Generell wäre auch das Üben im Freien möglich. „Wir hoffen natürlich und geben unser Bestes, dass die Singegemeinschaft nach dem Sommer wieder in Konzerten zu hören sein wird“, wagt Thomas Manz eine optimistische Prognose.

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