SZ + Meißen
Merken

Neuwahl des Landrates wahrscheinlich im Herbst

Arndt Steinbach verlässt schon im Sommer den Landkreis. Der Kreistag entscheidet Anfang Juli über den Wahltermin. Die Nachfolger-Suche ist schwierig.

Von Ulf Mallek
 2 Min.
Teilen
Folgen
Wahrscheinlich im dritten oder vierten Quartal werden die rund 200.000 Wahlberechtigten im Landkreis Meißen den neuen Landrat wählen.
Wahrscheinlich im dritten oder vierten Quartal werden die rund 200.000 Wahlberechtigten im Landkreis Meißen den neuen Landrat wählen. © dpa/Bodo Schackow (Symbolfoto)

Meißen. Die rund 200.000 Wahlberechtigten im Landkreis Meißen werden wahrscheinlich im September, Oktober oder November an die Wahlurnen gerufen. Das bestätigte Landrat Arndt Steinbach (CDU) am Dienstag der SZ. Den genauen Termin wird der Kreistag am 2. Juli beschließen. Sehr wahrscheinlich wird er im dritten oder vierten Quartal liegen, so der Landrat. Der spätmöglichste Wahltermin laut der gültigen Landkreisordnung sei der 1. Februar 2021.

Nötig wird die Neuwahl durch die Berufung Steinbachs als Geschäftsführer des Kommunalen Schadensausgleichs (KSA) der Ost-Länder in Berlin. Das ist eine öffentliche Versicherung für die Kommunen. Steinbach beginnt seinen neuen hoch dotierten Job in Berlin am 1. Dezember 2020, verlässt sein Amt in Meißen aber bereits im Sommer. 

Landrat Arndt Steinbach beginnt seinen neuen hoch dotierten Job in Berlin am 1. Dezember 2020, verlässt sein Amt in Meißen aber bereits im Sommer.
Landrat Arndt Steinbach beginnt seinen neuen hoch dotierten Job in Berlin am 1. Dezember 2020, verlässt sein Amt in Meißen aber bereits im Sommer. © Ulf Mallek

Die Nachfolge Steinbachs aus Sicht der CDU ist immer noch nicht geklärt. Eine große fachliche Eignung wird der amtierenden 1. Beigeordneten und damit Vize-Landrätin Janet Putz zugeschrieben. Aber nicht alle in der CDU werden mit der eher unauffälligen Kommunalpolitikerin warm. Andere mögliche Kandidaten wie Riesas OB Marco Müller, der sich das Risiko einer Wahlniederlage wegen der anstehenden OB-Neuwahl nicht leisten kann, oder Meißens OB Olaf Raschke, der kein CDU-Mitglied ist, haben bereits abgewinkt.

Auch der neue CDU-Kreisvorsitzende Sebastian Fischer (der sein Landtagsmandat an die AfD verlor) und seine Stellvertreterin Daniela Kuge (sie ist noch über die Liste in den Landtag gekommen) wollen ebenfalls nicht. Ein Kandidat mit sehr großen Chancen wäre Bert Wendsche, der OB von Radebeul. Er steht aber vor zwei Problemen: Er ist kein CDU-Mitglied (was noch leicht zu ändern wäre) und er darf als Präsident des Sächsischen Städte- und Gemeindetages nicht Landrat werden.

So ist im Moment Janet Putz die einzig verbliebene Kandidatin. Sie ist seit fast vier Jahren 1. Beigeordnete und zugleich Leiterin des Dezernats Soziales und Kämmerin. In der Öffentlichkeit trat sie stets hinter dem Landrat zurück, überließ ihm fast vollständig die Bühne. Bewerber von den anderen Parteien haben sich bislang ebenfalls nicht gemeldet.

Das Landratsamt kümmert sich um die Angelegenheiten von 245.000 Einwohnern des Landkreises. Es gilt, 1.300 Mitarbeiter in verschiedensten Berufen zu führen. Die Spannbreite reicht vom Tierarzt über den Vermessungstechniker, den Verwaltungsfachangestellten bis hin zum Sozialpädagogen.

Mehr lokale Nachrichten aus Meißen lesen Sie hier.

Mehr lokale Nachrichten aus Radebeul lesen Sie hier.

Mehr lokale Nachrichten aus Riesa lesen Sie hier.

Mehr lokale Nachrichten aus Großenhain lesen Sie hier.