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Der nächste Neuzugang trainiert schon mit Dynamo

Nun ist der Wechsel von Josef Husbauer perfekt. Der Tscheche ist von Dresden direkt ins Trainingslager nach Spanien geflogen. Die Hintergründe des Transfers.

Josef Husbauer ist bereits bei Dynamo am Ball. Im spanischen Mijas trainiert der Tscheche am Dienstagvormittag erstmals mit der Mannschaft.
Josef Husbauer ist bereits bei Dynamo am Ball. Im spanischen Mijas trainiert der Tscheche am Dienstagvormittag erstmals mit der Mannschaft. © Lutz Hentschel

Dresden. Jetzt gibt es die offizielle Bestätigung. Am Dienstagvormittag hat Dynamo Dresden die Verpflichtung von Josef Husbauer bekanntgegeben. 

Der 29 Jahre alte defensive Mittelfeldspieler wird vom tschechischen Spitzenklub Slavia Prag zunächst bis Saisonende ausgeliehen, allerdings hat sich die SGD für den ehemaligen Nationalspieler eine Kaufoption gesichert. Diese dürfte nur relevant sein, wenn die Schwarz-Gelben den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga schaffen.

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Bereits am Montag hatten tschechische Medien über den bevorstehenden Wechsel von Husbauer nach Sachsen berichtet. In den sozialen Netzwerken war ein Video aufgetaucht, in dem er sich seinem Verein Slavia Prag verabschiedet. Die Internetseite Idnes.cz zitiert den Spielervermittler Ondrej Chovanec: "Wir haben ein Angebot aus Dresden, wir stehen mit ihnen in Kontakt, aber es hängt davon ab, ob die Vereine zustimmen."

Nach dem Medizincheck in Dresden ist er noch am Montagabend  direkt ins Trainingslager ins spanische Mija geflogen und absolviert dort laut Verein ab 10 Uhr bereits seine erste Übungseinheit unter Trainer Markus Kauczinski.

Auf Instagram hat der Verein nach der Ankunft des Spielers auch gleich ein Foto mit neuem Trikot veröffentlicht. Husbauer wird bei den Schwarz-Gelben die Rückennummer 8 tragen.

„Josef Husbauer bringt viel Qualität sowie Erfahrung mit und ist ein Spieler, der absolut in unser Anforderungsprofil passt, weil er unserer Mannschaft sofort weiterhelfen kann", erklärt Sportgeschäftsführer Ralf Minge. "Er ist ein echter Anpacker auf dem Platz, der über eine hohe Spielintelligenz verfügt – sowohl mit als auch gegen den Ball – und soll die Balance zwischen Offensive und Defensive in unserem Spiel verstärken.“

Ähnlich hatte sich Kauczinski bereits vorher im Trainingscamp über Husbauer geäußert. Er sei "schon ein interessanter Spieler, sehr erfahren, fit und kann im Mittelfeld viele Positionen ausfüllen“, meinte der Chefcoach.

Er habe in seiner Karriere als Fußballer viel erlebt und dabei auch Drucksituation überstanden, wird Husbauer in der Pressemitteilung des Vereins zitiert. "Ich hatte sowohl in den Gesprächen mit den Verantwortlichen als auch mit Trainer Markus Kauczinski von der ersten Minute an ein sehr gutes Gefühl und freue mich auf die Herausforderung. Ich bin von der Aufholjagd mit Dynamo überzeugt und hoffe, dass der zwölfte Mann in den kommenden Wochen und Monaten voll hinter uns als Mannschaft stehen wird. Mit diesen Fans und diesem tollen Stadion im Rücken ist sehr viel möglich“, meinte er.

Ein Argument für seinen Wechsel nach Dresden dürfte die Nähe zu Prag gewesen sein, seine Familie kann so in der Heimat bleiben.

Husbauer absolvierte für die tschechische Auswahl 21 Länderspiele, kam in dieser Saison auch in der Champions League gegen den FC Barcelona, Inter Mailand und Borussia Dortmund zum Einsatz. Idnes.cz hatte eine mögliche Ablösesumme auf 13 Millionen Kronen beziffert, das wären umgerechnet 515.300 Euro. Sein Marktwert liegt laut Transfermarkt.de bei 3,5 Millionen Euro. Bei einer Ausleihe mit Kaufoptionen dürfte jetzt zunächst ein geringerer Betrag fällig sein.

Neuzugang Josef Husbauer (m.) lernt seine neuen Mannschaftskollegen beim ersten Training mit Dynamo kennen.
Neuzugang Josef Husbauer (m.) lernt seine neuen Mannschaftskollegen beim ersten Training mit Dynamo kennen. © Lutz Hentschel

Vergangene Woche war Husbauer Idnes.cz zufolge in Bulgarien bei Levski Sofia (tschechisch), doch offensichtlich konnten sich beide Vereine nicht über einen Wechsel einigen. Ins Trainingslager des Tabellenführers, der sich ebenfalls in Spanien vorbereitet, flog er nicht. Slavia Prag führt mit 16 Punkten Vorsprung die Tabelle an und möchte angesichts dieses komfortablen Vorsprungs eine Verjüngung des Kaders einleiten.

Inwiefern Ondrej Petrak jetzt noch eine weitere Alternative für Dynamo ist, ist offen. Der 27-Jährige wechselte 2014 von Slavia zum 1. FC Nürnberg und will unbedingt weg, nachdem er in der Hinrunde nur dreimal zum Einsatz gekommen ist und unter Trainer Jens Keller keine Rolle mehr spielt. Nach Informationen aus Tschechien hatte Petrak, der wie Husbauer im defensiven Mittelfeld, aber auch im Abwehrzentrum eingesetzt werden kann, in jedem Fall Kontakt mit Dynamo. Demnach wartet er auf ein Zeichen aus Dresden. Vor zwei Tagen trennte sich sein Berater von ihm.

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