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NFV bekommt heute Sportplakette des Bundespräsidenten

Der Görlitzer Verein erhält sie für jahrzehntelanges Engagement – als erster Verein in der Region.

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Von Jenny Ebert

Carsten Liebig hat schon nicht mehr daran geglaubt. Vor vielen Monaten hat der Präsident des Niederschlesischen Fußballvereins Gelb-Weiß Görlitz 09 (NFV) mit Helfern den Antrag ausgefüllt, Urkunden und Belege gesammelt und unzählige Fragen schriftlich beantwortet. Viel Arbeit für die Sportplakette des Bundespräsidenten, für die man sich da bewarb.

Doch dann, am 29. Oktober, wurde die Mühe belohnt: Per Brief wurde dem Vereinschef mitgeteilt, dass dem NFV die Medaille verliehen wird. Für das 100-jährige Bestehen, die Verdienste im Sport und für unzählige ehrenamtliche Stunden. „Ich war total überrascht, als dieser Brief kam“, sagt Carsten Liebig. „Es ist eine große Auszeichnung und Anerkennung für uns.“ Nach seinem Wissen ist der NFV der erste Verein in Görlitz und Region, der diese Sportplakette erhält.

Heute Abend fährt Carsten Liebig nach Dresden, wo Kultusminister Roland Wöller in Vertretung für den Bundespräsidenten die Sportplakette verleiht – an den NFV und fünf weitere Vereine Sachsens. „Die Anerkennung und Würdigung der Vereine und seiner Mitglieder ist uns wichtig“, erklärt Wöller, der zugleich Sachsens Sportminister ist. Bundesweit gilt die Sportplakette als höchste Auszeichnung für Vereine im Breitensport und wurde seit 1984 über 6000-mal verliehen. In Sachsen allerdings haben noch nicht einmal 200 Vereine diese Ehrung in der Vitrine. Wo der NFV die Medaille aufbewahren wird, weiß Carsten Liebig noch nicht. „Wir haben ja in diesem Jubiläumsjahr einige tolle Ehrungen bekommen. Sie alle wollen wir repräsentativ an einem sicheren Ort ausstellen.“ Darunter werde dann das Ehrenrelief des Deutschen Fußballbundes genauso sein wie das Original der Briefmarke zum 100. Jubiläum.

Was mit den 1000 Euro passieren wird, die zur Ehrung gehören, weiß Carsten Liebig hingegen schon genau: „Das Geld kommt den Nachwuchs zugute, um auch in den kommenden Jahren Kindern und Jugendlichen eine sinnvolle Freizeitgestaltung zu ermöglichen.“