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Nicht alle Kitas wieder im Normalbetrieb

Einschränkungen sind in Roßwein weiter nötig. Anderswo werden Corona-Regelungen beibehalten. Sie haben sich in kurzer Zeit einfach bewährt.

An diesem Montag beginnt in den meisten Kitas wieder der Regelbetrieb. Hygieneregeln sind weiter zu beachten. Und auch manche coronabedingte Neuerung wird hier und da beibehalten.
An diesem Montag beginnt in den meisten Kitas wieder der Regelbetrieb. Hygieneregeln sind weiter zu beachten. Und auch manche coronabedingte Neuerung wird hier und da beibehalten. © Symbolfoto: Frank Molter/dpa

Region Döbeln. Ab diesem Montag dürfen Kindereinrichtungen zum Regelbetrieb zurückkehren. Diese Nachricht hat in der vergangenen Woche nicht nur Mütter und Väter aufatmen lassen, sondern auch Großeltern. 

Obwohl sie als Rentner nicht mehr jeden Morgen zur Arbeit müssen, hat bei einer Familie in Leisnig in den zurückliegenden Wochen von montags bis freitags um 5 Uhr der Wecker geklingelt. Eine Dreiviertelstunde später hat die Schwiegertochter den Enkelsohn vorbeigebracht. 

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Denn deren Schicht beginnt um 6 Uhr. Doch die Kita am Bahnhofsweg in Leisnig öffnete erst um 7 Uhr. Dorthin hat der Opa den Jungen dann jeden Morgen gebracht. Die Eltern hätten dies mit ihrem Job nicht vereinbaren können. Nun ist die Erleichterung groß, wird es für alle etwas leichter.

Sowohl die Kita „Sonnenschein“ am Bahnhofsweg, als auch der „Wirbelwind“ am Eulenberg – beide Leisniger Einrichtungen befinden sich in Trägerschaft des VdK Sachsen – öffnen nun wieder von 6 bis 16.30 Uhr, bestätigt VdK-Geschäftsführer Ralph Beckert. Über die nochmals reduzierten Öffnungszeiten im „Wirbelwind“ hatten sich kürzlich Eltern in der Leisniger Ratssitzung beschwert (wir berichteten).

Urlaubsregelung im Kinderhaus bleibt

Die Volkssolidarität ist Träger der Kita „Wasserplanscher“ an der Bahnhof- und Goethestraße in Waldheim. Dort sind Kinder nun wieder von 6 bis 16.30 Uhr willkommen. „Wir freuen uns“, sagt Leiterin Dana Richter. Auch über die Lockerungen im Kita-Betrieb. Damit allerdings soll in dieser Einrichtung nicht gleich alles über Bord geworfen werden, was sich in den Zeiten des Neustarts bewährt hat. 

Bei den „Wasserplanschern“ ist das zum Beispiel, dass die Kita-Kinder weiterhin von den Eltern an der Eingangstür verabschiedet und nicht erst in die Zimmer gebracht werden. Diese neue Praxis habe dem gesamten Ablauf gut getan. 

Ähnliches berichtet Kerstin Thannheiser, die Leiterin des Harthaer „Kinderhauses“, das sich in Trägerschaft eines Fördervereins befindet. Ab Montag werden Kinder dort wieder von 6 bis 16.30 Uhr betreut – bis zu den 14 Tagen Betriebsruhe in den Schulferien. Die wird es wie geplant geben. 

„Das haben wir aktuell mit den Eltern noch einmal abgesprochen. Sie hatten dann nochmals Zeit, Betreuungsbedarf nachzumelden“, sagt Kerstin Thannheiser. Während des zweiwöchigen Urlaubs sind in den zurückliegenden Jahren ungefähr Dreiviertel der Kinder auch wirklich daheim oder verreist gewesen. Das gab Eltern wie Erziehern Planungssicherheit.

Beim Abholen nicht lange plaudern

Noch nicht in den Normalbetrieb kehrt die Kita „Striegiszwerge“ im Roßweiner Ortsteil Niederstriegis zurück. Dort bleibt es bis Ende der Woche bei Einschränkungen. Das hängt mit der Quarantäneauflagen zusammen. Zwar ist kein Kind, das die Einrichtung besucht, positiv auf das Coronavirus getestet worden. Aber ein Geschwisterkind steht unter Quarantäne. Letztere besteht für zwei Roßweiner Grundschüler und eine Hortnerin, bei denen vor reichlich einer Woche eine Infektion nachgewiesen worden ist.

>>> Über die Ausbreitung des Coronavirus und über die Folgen in der Region Döbeln berichten wir laufend aktuell in unserem Newsblog. <<<

Zum Schutz müssen überall noch eine Reihe von Hygienevorschriften in den Kitas eingehalten werden. Nach den Lockerungen dürfen aber am Morgen und am Nachmittag wieder gemischte Gruppen gebildet werden, es sind Veranstaltungen und Elterngespräche in den Kitas möglich. Mütter und Väter sollen sich allerdings – wenn nötig – nur kurz zum Abholen und Bringen in den Häusern aufhalten.

Nach wie vor täglich bescheinigen müssen die Eltern, dass sie bei ihrem Nachwuchs keine Symptome einer Erkältungskrankheit festgestellt haben. Für weitere im Haushalt lebende Personen muss dieser Nachweis anders als bisher nicht mehr erbracht werden.

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