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Nicht alle mögen den Weihnachtsmann

Bei Zimmers in Schönberg wird traditionell die Pyramide angeschoben. Dabei wärmt der Glühwein mehr als die Feuerkörbe.

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Von Claudia Erbert

Große und kleine Gäste pilgern regelrecht nach Schönberg zu Familie Zimmer. Eine große Wandergruppe bildet in diesem Jahr der Waldheimer Volkschor, der unter Leitung von Klaus-Dieter Marcks gemeinsam zu Fuß gekommen ist. Mit weihnachtlichen Liedern und Mitsingeinladung stimmen sie die zahlreichen Besucher ein. Die drängen sich am Plätzchen- und Rosterstand, halten aber Abstand vom Feuerkorb, denn der Sturm sorgt für ordentlich Funkenflug.

Am Schönberger Heimatberg drängen sich wie immer die Kinder, bestaunen die Hexe, die vom Bock gestoßen wird, bringen die Kinder zum Tanzen und sehen dem Schmied zu. In der Verkaufsgarage stehen weitere Teile mit Handwerkern. Daneben gibt es Pyramiden, Schwibbögen, Faltsterne und viele andere weihnachtliche Handarbeiten zu bestaunen und zu kaufen. Vor allem die Häkelschals haben es den Frauen angetan, viele nehmen sie als Geschenk mit. Klaus Zimmer zeigt seine Arbeiten und erklärt, dass in den beleuchteten Papier-sternen LED-Lampen sind. „Das hat den Vorteil, dass sie nicht warm werden und man keine Angst haben muss, dass etwas anbrennt“, meint er.

Als sich die Pyramide dann dreht, kommt für die Kinder der ersehnte Weihnachtsmann. „Weil es so stürmt, haben sich meine Rentiere gar nicht rausgetraut“, erklärt der seine Ankunft mit Sirene. „Aber die Schönberger Feuerwehr hat mich auch diesmal sicher hierher gebracht.“ Celina ist dann die erste, die ihr Lied vortragen und sich ein kleines Geschenk aussuchen darf. Über eine Stunde hat der Alte dann zu tun, bis alle Kinder beschenkt sind.