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Nicht alle Störche lassen sich ins Nest schauen

In Goßwitz sind vor 14 Tagen drei Küken geschlüpft. Zwei sind verschwunden. In Kodersdorf wurde eine Kamera installiert.

Von Constanze Junghanß

Die imposanten Weltenbummler haben Nachwuchs bekommen. An vielen Orten im Umland sind die Jungstörche geschlüpft. Seit Ende März sind die Störche wieder daheim. Sehr zeitig in diesem Jahr übrigens. Die Brutzeit ist nun fast überall beendet und die flauschigen Küken mit dem noch schwarzen Schnabel lugen über die Nestränder.

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In Goßwitz schlüpften zur Freude der Anwohner vor 14 Tagen drei Küken. Doch jetzt machen sich die Goßwitzer Sorgen. Klaus von Kobilinsky, der von der ehemaligen Sternwarte aus täglich mit dem Fernglas das Nest beobachtet, erzählt, dass wahrscheinlich nur noch ein Jungtier da ist. „Wo die beiden anderen hin sind, wissen wir nicht“, sagt er. Nun hoffen die Bewohner des kleinen Reichenbacher Ortsteils, dass wenigstens der letzte Kleine ohne Schaden groß wird.

Bei den Königshainer Störchen wird noch immer gekämpft. Obwohl auch hier die Jungen da sind. Täglich kommen ein bis zwei fremde Störche, die aus bisher unbekannten Gründen das Altpaar vertreiben wollen. Diese lassen sich davon aber wenig beeindrucken. „Der Altstorch verteidigt seine Familie und vertreibt die Eindringlinge mit Erfolg“, beobachtet Anwohnerin Elisabeth Seifert. Denn zwei Storchenbabys schauen jetzt interessiert in die Königshainer Weltgeschichte. Vielleicht sind auch noch mehr Kleine geschlüpft. Um das Geschehen bei Familie Storch besser beobachten zu können, wird die nächsten Tage eine Videokamera in Nestnähe von Anwohnern installiert.

Storchensichtigungen inklusive Nestbau gab es zum Beispiel auch in Pfaffendorf, Kodersdorf, Buchholz, Holtendorf, Gersdorf und Reichenbach. In der Kleinstadt suchte sich Familie Adebar ausgerechnet den Schornstein der Gärtnerei aus. Hier ist das Nest allerdings kaum einsehbar. Ob tatsächlich Küken da sind, steht noch nicht fest. Auf dem Schornstein begann das Paar auch erst einige Tage später mit dem Nestbau, als bei den anderen Vogelfamilien.

In Kodersdorf und Pfaffendorf schaute bisher jeweils ein Storchenköpfchen aus dem Nest. Wobei in Kodersdorf eventuell sogar ein zweites geschlüpft sein könnte. Ganz sicher ist das nicht. Immerhin gibt es hier eine Storchenkamera, wo das Geschehen über das Internet gut beobachtet werden kann.

Die Buchholzer Störche halten momentan den Nachwuchsrekord: Vier Storchenbabys sind geboren. Und wenn alles gut geht mit dem Nachwuchs, lernen die Vögel in 50 bis 100 Tagen fliegen. Im Herbst führt ihre Reise Richtung Süden.

http://www.kirche-kodersdorf.de