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Nicht groß, aber sehr wichtig

über die Sächsischen Sandsteinwerke

Christian Eißner

Die Sächsischen Sandsteinwerke sind ein Kuriosum. Im Besitz von drei alten Damen, halten sie die Tradition eines der einst wichtigsten Wirtschaftszweige in der Sächsischen Schweiz am Leben: dem Abbau und der Bearbeitung von Elbsandstein. Auch im Management waren die Sandsteinwerke offensichtlich ein bisschen aus der Zeit gefallen. Der Betrieb war, wie die im Insolvenzverfahren festgestellten Probleme offenbaren, nicht wirklich gut organisiert.

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Einstehen für die Management-Fehler müssen nun einerseits die Gläubiger. Sie verzichten auf 83 Prozent ihrer Forderungen. Andererseits bringt die Belegschaft Opfer. 30 Mitarbeitern wurde gekündigt, die übrigen verzichten auf einen Teil ihres Lohns.

Die Insolvenz des Betriebes war ein harter Schritt, der Neuanfang ist eine Riesenchance. Sanierungsgeschäftsführer Helgi Heumann hat nicht nur angekündigt, sondern auch geliefert. Und offenbar hat er das nicht nur kühl rechnend getan, sondern auch mit Sympathie für das besondere Unternehmen. Die Sächsischen Sandsteinwerke sind keine große Firma, aber mit ihnen identifiziert sich eine ganze Region. Gut, dass es weitergeht.