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Nicht nur für die Haselmaus

über die neueBrücke im SüdenBischofswerdas

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Von [email protected]

Es lebe die Haselmaus! Ihr verdanken wir, dass wir auf den bisherigen Wegen auch weiterhin gefahrlos ins Rehwäldchen, zum Rüdenberg und nach Weickersdorf kommen. Denn die zuvor geplante Brücke für Wanderer hatte der Bund – er ist Bauherr der Umgehungsstraße – aus Kostengründen aus den Plänen gestrichen.

Eine halbe Million Euro für ein kleines Tier – ganz so einfach stellt sich die Frage nicht. Denn eine Querungshilfe nur für die Haselmaus wäre es aus Sicht von Naturschützern preiswerter zu haben gewesen. Mit Fußgängerüberweg, Auf- und Abfahrrampen für Radfahrer und dem Wegebau im Brückenbereich ist die „Haselmausbrücke“ vorrangig auch eine Brücke für Menschen.

Die Brücke war Teil des Genehmigungsverfahrens für die Ortsumfahrung. So wie eine Fledermaus in Dresden fast den Bau der Waldschlösschenbrücke verhindert hätte, so hätte die Haselmaus auch Bischofswerdas Umgehungsstraße blockieren können. Bei allem Sinn für den Naturschutz: Zu verstehen ist das nicht. Aber so sind nun mal die Gesetze. Und daran hat sich das Straßenbauamt gehalten.