SZ +
Merken

Nicht weiter im Mittelmaß herumgurken

Dietmar Jentzsch (50) spielte von 1978 bis 1987 bei Stahl Riesa. Der Stürmer hatte 155 Oberliga- und Pokaleinsätze, bei denen er 42 Tore erzielte. Zufrieden mit der Resonanz aufs Oktobertreffen? Unbedingt.

Teilen
Folgen

Dietmar Jentzsch (50) spielte von 1978 bis 1987 bei Stahl Riesa. Der Stürmer hatte 155 Oberliga- und Pokaleinsätze, bei denen er 42 Tore erzielte.

Zufrieden mit der Resonanz aufs Oktobertreffen?

Unbedingt. Wir haben 50 Spieler telefonisch erreicht, und nur wenige sagten ab. Das zeigt doch, dass die Fußballergilde von damals zusammenhält. Zwar wird es aus Altersgründen immer schwieriger, eine Mannschaft für Traditionsspiele auf die Beine zu bekommen, aber der Geist der BSG Stahl lebt weiter.

Wie sehen sie den Riesaer Fußball heute?

Bock und Bischof haben vor Jahren zusammen mit Trainer Horst Rau eine funktionierende Mannschaft und schließlich den FC Stahl Riesa 98 kaputt gemacht. Dass der SC nach der Insolvenz den Nachwuchs rettete, ist aller Ehren wert. Aber in einem Volkssport-Verein sind die Fußballer nicht gut aufgehoben.

Die Lösung wäre ...

Die liegt doch auf der Hand. Die einzige Chance zu verhindern, dass die Mannschaften weiter im Mittelmaß herumgurken, ist ein Zusammenschluss. Es wird in Riesa sicher nie wieder einen Fußball geben, wie er zwischen 1968 und 1988 existierte. Aber wenn man so weiter macht wie bisher, lassen sich selbst die bescheideneren Möglichkeiten nicht ausschöpfen. Ich denke, da muss die Stadt eingreifen.

Gespräch: M. Müller