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Nie mehr dreckige Pfützen zur Moritzburger Hengstparade

Der Turnierplatz des Landgestüts wird gerade erneuert. Mit deutlichen Verbesserungen für Besucher und Pferde.

Von Ines Scholze-Luft

Es staubt mächtig auf dem Parkplatz an der Zufahrt zum Turnierplatz des Moritzburger Gestüts. Auch auf anderen Flächen wirbeln Autos und Kutschen Staubfahnen auf. Denn es hat wieder nicht geregnet. Und stiebt, wo nicht gesprüht ist.

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Auf dem Turnierplatz soll das künftig anders sein. Der wird nämlich gerade umgebaut. Ein Kanalsystem sorgt bald dafür, dass es auf dem Platz weder zu trocken noch zu feucht ist. Eine Kombination von Drainage und Bewässerung. Ebbe- und Flutsystem nennt sich das, sagte Ludwig Coulin, Niederlassungsleiter beim Staatsbetrieb SIB. Er war dabei, als sich Finanzminister Georg Unland gestern vor Ort über den Baufortschritt informierte.

Bis Ende Juli soll der Turnierplatz fertig sein, kündigte der Minister an. Insgesamt 2,67 Millionen Euro sind dann verbaut. Manches davon – wie das Kanalsystem – zwar unsichtbar. Aber mit spürbaren Auswirkungen. Keine Chance mehr für die Pfützen, die erfahrungsgemäß mindestens einen der drei Hengstparade-Termine im September begleiteten. Wo die Pferde einsanken und die Kutschen schmutzig wurden. Und das nicht nur bei den Paraden selbst. Das ist dann auch ein besserer Arbeitsplatz für die Pferde, so Coulin.

Und ein noch besseres Aushängeschild für das Gestüt. Denn der Platz entspricht bald internationalen Anforderungen mit seinen neuen Abmessungen von 110 Metern Länge und 50 Metern Breite. Damit könnten sich weitere Veranstaltungen nach Moritzburg holen lassen, hofft Gestütschef Matthias Görbert. Er freut sich auch darüber, dass die Sanierung des Platzes in einem Jubiläumsjahr stattfindet. Denn 1924 war hier die erste Hengstparade über die Bühne gegangen. 90 Jahre später wird er ein völlig neu gestaltetes Areal zur Verfügung haben, wo sich Veranstaltungen viel besser als bisher zelebrieren lassen. Allein das neu entstandene sogenannte Terminalgebäude an der Ostseite des Platzes lässt den Gestütschef schwärmen. Dort sitzt das Polizeiorchester bei den Hengstparaden künftig in der ersten Etage, gut sicht- und hörbar bei der nach vorn komplett zu öffnenden Glasfassade.

Neben den Musikern finden in dem Gebäude auch der Sprecher und die Feuerwehr Unterkunft. Nicht nur sie haben ein Dach überm Kopf, sondern künftig auch ein Großteil der Zuschauer. Nämlich diejenigen, die Plätze auf den mobilen Tribünen bekommen. Die stehen bei Bedarf auf der Süd- und Westseite. Hier werden zurzeit die Aufstellflächen hergerichtet.

www.saechsische-gestuetsverwaltung.de