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Niesky fehlen die Azubis

In den Landkreisen Bautzen und Görlitz suchen immer weniger junge Menschen über die Arbeitsagentur und die Jobcenter nach einer Lehrstelle. Im Berufsberatungsjahr 2012/2013 waren es 3867 Jungen und Mädchen, 188 weniger als im Zeitraum davor.

In den Landkreisen Bautzen und Görlitz suchen immer weniger junge Menschen über die Arbeitsagentur und die Jobcenter nach einer Lehrstelle. Im Berufsberatungsjahr 2012/2013 waren es 3 867 Jungen und Mädchen, 188 weniger als im Zeitraum davor. Unter den jungen Menschen waren 514 sogenannte Altbewerber. Sie suchen schon länger einen Ausbildungsplatz. Das gab die Bautzener Arbeitsagentur am Mittwoch bekannt.

Grund für den Bewerberrückgang sind zum einen grundsätzlich sinkende Schulabgängerzahlen. Zum anderen liege es auch daran, dass immer mehr junge Menschen nach der Mittel- beziehungsweise Oberschule das Gymnasium oder Ähnliches besuchen. In diesem Jahr waren es 25 Prozent der Mittelschüler. Sie fehlen in Betrieben. Dort bleiben Lehrstellen dann unbesetzt. Ende September waren in der Oberlausitz noch 212 Ausbildungsplätze zu haben. Aktuellere Zahlen gibt es nicht. Dem gegenüber standen 323 junge Leute ohne Lehrstelle – knapp 50 mehr als vor einem Jahr. Allerdings passen, laut Agentur, Anforderungen von Unternehmen und Betrieben und die Schulnoten oder Wünsche der jungen Bewerber nicht immer zusammen. Die gute Nachricht für Agenturchefin Shirin Khabiri-Bohr: Die Zahl der Hauptschulabsolventen ist um zehn Prozent zurückgegangen. Viele Schüler beenden nach der neunten noch die zehnte Klasse.

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Gute Zahlen gab es vom Arbeitsmarkt. 28 771 Arbeitslose waren im Oktober registriert, 375 weniger als im September. Die Quote blieb mit 9,6 Prozent einstellig. Vom Jobcenter des Landkreises Görlitz wurden 10 902 Personen betreut – sie sind meist langzeitarbeitslos – ihre Zahl stieg leicht um 28 Betroffene. In Niesky waren im Oktober 1 374 Männer und Frauen arbeitslos. In Görlitz waren es 4 676. Die Quote lag bei 13,5 Prozent; in Niesky bei 8,7 Prozent. In Weißwasser waren 2 560 Menschen ohne Job. In der Region stieg die Zahl behinderter Arbeitsloser. Deswegen wird es vom 2. bis 6. Dezember eine „Woche der Menschen mit Behinderungen“ geben.