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Niesky steht zu Partnerstadt

Die Zusammenarbeit mit Holzgerlingen soll fortgeführt werden. Auch andernorts sind die Nieskyer willkommen.

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Von Alexander Kempf

Oberbürgermeisterin Beate Hoffmann ist nach ihrer Rückkehr aus Baden-Württemberg von der Reise in Nieskys Partnerstadt Holzgerlingen beeindruckt. Insbesondere die Wirtschaftskraft des Ortes imponiert der ehemaligen Kämmerin. Denn Holzgerlingen liegt im Speckgürtel von Stuttgart, also der vermutlich wirtschaftsstärksten Region der Republik. „Wenn wir unsere Grundstücke zu den Preisen verkaufen könnten, dann wären wir alle Millionäre“, berichtet sie den Nieskyer Stadträten von ihrem Ausflug. Die Rathauschefin hat in Holzgerlingen unter anderem eine vom örtlichen Gewerbeverein organisierte Messe besucht. „Das fand ich sehr beeindruckend“, sagt Beate Hoffmann. Alle hätten sich dort eingebracht und gemeinsam an einem Strang gezogen.

Oberbürgermeisterin auf Reisen

Holzgerlingen und Niesky wollen den seit Jahren bestehenden Weg der Städtepartnerschaft weiterhin gemeinsam beschreiten, kündigt Beate Hoffmann an. Auch wenn beide Gemeinden, zumindest wirtschaftlich betrachtet, Welten trennen. Dadurch seien in Baden-Württemberg auch ganz andere Investitionen möglich.

Doch nicht nur aus Süddeutschland überbringt Beate Hoffmann den Stadträten herzliche Grüße. Auch Nieskys französische Partnerstadt Albert hat sie zuletzt besucht. Wenngleich der Anlass dafür eher ein trauriger gewesen ist. Denn vor 100 Jahren hat in Nordfrankreich der Erste Weltkrieg getobt. Zwei Jahre habe auch Albert unter einem erbitterten Stellungskrieg gelitten, erzählt Nieskys Oberbürgermeisterin. Später ist zwar mit englischer Hilfe viel wieder aufgebaut worden. Doch noch immer könne man in der Gegend Krater sehen. Zugleich erinnern vorbildlich gepflegte Soldatenfriedhöfe an das dunkle Kapitel. Bei ihrem Besuch hat Beate Hoffmann auch mit Engländern gesprochen. Mancher soll das britische Votum für den Austritt aus der Europäischen Union bedauert haben. Nieskys Oberbürgermeisterin nimmt aus den Gesprächen mit, dass trotz aller Unterschiede die Zusammenarbeit in Europa fortgeführt werden sollte. Die Franzosen seien einmal mehr sehr gute Gastgeber gewesen, lobt sie.