merken
PLUS

Nieskyer Asylbewerber mit Polizeischutz verlegt

Insgesamt 23 Flüchtlingen aus dem Heim Fichtestraße droht die Abschiebung. Das hat reichlich Polizei auf den Plan gerufen.

© Danilo Dittrich

Von Alexander Kempf und Thomas Christmann

Niesky. Mehrere Mannschaftswagen der Polizei sind am Mittwochnachmittag vor dem Nieskyer Landratsamt vorgefahren. Wie eine Sprecherin der Polizeidirektion Görlitz bestätigt, haben die Beamten den Landkreis Görlitz bei der Umverlegung von Asylbewerbern aus dem Heim Fichtestraße nach Ludwigsdorf unterstützt. Von dort droht den Betroffenen mit großer Wahrscheinlichkeit die Abschiebung. Der Landkreis Görlitz will sich erst am Donnerstag offiziell zu dem Fall äußern.

Familie
Vater, Mutter und Kinder
Vater, Mutter und Kinder

sind eine wunderbare Kombination. Sie kann viel Spaß machen, aber auch Arbeit und Ärger. Tipps, Tricks und Themen zu allem, was mit Familie und Erziehung zu tun hat, gibts in einer besonderen Themenwelt von sächsische.de.

© Danilo Dittrich

Das Großaufgebot der Polizei hat in Niesky für Aufsehen gesorgt. Auch in der Bahnhofstraße haben zwei Beamte zwischenzeitlich Flüchtlinge aus der Fichtestraße gestellt. Ob es bei der Umverlegung der Asylbewerber Komplikationen gegeben hat, ist nicht bekannt. Der Einsatzleiter hat sich vor Ort nicht zu dem Fall geäußert und auf die Pressestelle verwiesen.

Die bestätigt lediglich, dass am Mittwoch, zwischen 7 und 16 Uhr, insgesamt 23 ausreisepflichtige Personen nach Ludwigsdorf verlegt worden sind. Dabei soll es sich ausnahmslos um männliche Einzelpersonen gehandelt haben. Zu den Nationalitäten der Asylbewerber sind keine Angaben gemacht worden.