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Niesky

Nieskyer Bahngleise werden voll gesperrt

Grund dafür sind weitere Bauarbeiten an der neuen B-115-Brücke. Deshalb gibt es in der nächsten Woche bei der Odeg Schienenersatzverkehr.

Wegen der Bauarbeiten an der B-115-Brücke bei Niesky kommt es zwischen dem 16. und 23. Juni wieder zu Vollsperrungen auf der Bahnstrecke.
Wegen der Bauarbeiten an der B-115-Brücke bei Niesky kommt es zwischen dem 16. und 23. Juni wieder zu Vollsperrungen auf der Bahnstrecke. © André Schulze

Zuletzt hatte die Ostdeutsche Eisenbahngesellschaft (Odeg) an fünf Tagen im April Schienenersatzverkehr auf der Linie RB 64 zwischen Görlitz und Hoyerswerda einrichten müssen. Nun sind es noch ein paar Tage mehr. Vom 16. bis 23. Juni bleiben die Züge des Bahnunternehmens erneut im Depot. Und das aus einem ganz speziellen Grund: An der momentan im Bau befindlichen B-115-Brücke über die Gleise der Niederschlesien-Magistrale werden so gravierende Arbeiten vorgenommen, dass dies nur unter Vollsperrung der Bahngleise geschehen kann. Laut DB-Projektchef Ulrich Mölke wird zugleich auch die Oberleitungsanlage in Niesky fertiggestellt.

Für die Fahrgäste des Seenland-Neiße-Shuttles zwischen Görlitz und Hoyerswerda bedeutet das einige Unannehmlichkeiten, die jedoch nicht zu vermeiden sind. Die Odeg teilt mit, dass die Züge der Line RB 64 zwischen dem 16. Juni, ab 20 Uhr bis zum 23. Juni nicht verkehren. Dafür gibt es zwischen Horka und Hoyerswerda einen Ersatzverkehr mit Bussen. Zwischen Petershain und Niesky sind Großraumtaxis unterwegs. Der Umstieg von Taxi auf Bus oder umgekehrt ist je nach Fahrtrichtung an den Haltestellen Horkaer Straße und Ödernitzer Straße in Niesky möglich. 

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Allerdings können wegen des geringeren Platzangebotes im Ersatzverkehr Rollstühle, Kinderwagen und Fahrräder nur eingeschränkt befördert werden. Rollstühle und Kinderwagen, macht die Odeg deutlich, werden in solchen Fällen bevorzugt befördert. Horka ist in der nächsten Woche damit die Schnittstelle zwischen Bus und Bahn. Denn ab hier verkehrt die Linie RB 65, die die Fahrgäste weiter bis Görlitz oder von dort bis nach Horka bringt.

Auf der Brückenbaustelle an der B 115 geht es während der Sperrzeit der Bahnstrecke noch einmal richtig zur Sache. Dann werden sämtliche Schalungen abmontiert, die im Zuge der Betonarbeiten an verschiedenen Stellen des Bauwerks angebracht wurden. Zuletzt hatte es am 11. Mai einen Großkampftag gegeben, an dem rund 70 Kubikmeter Beton auf die bereits am 13. April montierten Stahlträger gegossen wurden. Damit stellten die Arbeiter die Verbindung zwischen Träger und Rahmen her. 

Ist die Streckensperrung Ende nächster Woche beendet, geht es auf der Baustelle zügig weiter. Denn dann wird der Straßenaufbau in Angriff genommen, der insgesamt noch einmal acht Zentimeter Höhe bringt. Bestandteile dieser Schicht sind eine Bitumenbahn sowie Guss- und Split-Matrix-Asphalt. Eingeweiht wird die Brücke mit einem kleinen Festakt am 16. August, ab 13 Uhr. Die finale Verkehrsfreigabe soll am gleichen Tag um 18 Uhr erfolgen.

Die alte Brücke war in den Jahren 1957/58 als Stahlverbundbrücke errichtet worden, wies zuletzt aber so große Schadstellen auf, dass sie komplett erneuert werden musste. Das frühere Bauwerk wird nun seit August 2018 durch ein Rahmentragwerk ersetzt – mit einer lichten Weite von 23,30 Metern und einer lichten Höhe von 5,96 Metern. Die Breite zwischen den Geländern beträgt 13,30 Meter, die Brückennutzfläche 330 Quadratmeter. Wesentliche Bestandteile der neuen Brücke sind acht Stahlträger mit einer Spannweite von 27 Metern und einem Gesamtgewicht von 94 Tonnen, was aber lediglich den verbauten Stahl betrifft. Die danach aufgebrachte Betonbeschichtung hat das Gewicht in etwa verdoppelt.

Informationen zum Schienenersatzverkehr gibt es im Internet unter www.odeg.de

Mehr Lokales unter:

www.sächsische.de/niesky

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