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Noch birgt die Maut viele Risiken

über die Pläne zur Straßenabgabe

Gabriel Wandt

Löbau gibt sich gerade alle Mühe, die Stadt vom Autoverkehr zu entlasten. Sobald die Ortsumfahrung von Herrnhut offen ist, wird das den Durchgangsstraßen helfen. In den kommenden Jahren sollen zwei Kreisverkehre die Verkehrsströme in der Innenstadt kürzer machen und ebenfalls Staus vermeiden helfen. Kommt da mit der Maut für Autofahrer, wie sie im Bund ja nun immer konkreter wird, einiges durcheinander?

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Bislang sind noch sehr viele Fragen offen, allen voran die, ob es wirklich dabei bleibt, dass die hiesigen Autofahrer tatsächlich nicht mehr Kosten haben als sowieso schon. Das steht so zwar im Koalitionsvertrag, wie das aber tatsächlich umgesetzt werden kann, ist nach wie vor völlig offen. Auf der anderen Seite wird es höchste Zeit, dass mehr Geld in den Erhalt der Straßen gesteckt wird. Wenn das mit der Maut tatsächlich klappt und die Planer auch die Nebenstrecken in den Blick nehmen, könnte das klappen. Aber es sind jetzt ja vor allem Autofahrer aus den Nachbarländern, die von der Bundesregierung zur Kasse gebeten werden sollen. Für die bietet sich in Ostsachsen die B 6 allemal als Ausweichstrecke an. Hier wird es wichtig sein, darauf zu achten, dass die Autobahn nicht leerer wird und die Bundesstraße voller. Das steht den Löbauer Stadtentwicklungsplänen entgegen, und es rückt auch eine andere Brisanz wieder in den Fokus: Östlich von Löbau fehlt nach wie vor ein Rad- und Gehweg an der B 6. Steigt dort der Autoverkehr, steigt auch die Gefahr weiter. Solche Effekte können nicht gewollt sein.

Noch gar nicht besprochen ist bei der Diskussion übrigens die Frage, ob Zugfahren nicht in vielen Fällen die bessere Alternative zum Auto ist.