SZ +
Merken

Noch immer kein Halali

Langburkersdorf. Umkonkrete Maßnahmenwurde das Projekt zurWildervermarktungergänzt. Nun wird es von„Regionen aktiv“ geprüft.

Teilen
Folgen

Von Heike Sabel

Bei der Präsentation im März fehlten Regionalmanager Jürgen Israel konkrete Vorschläge, wie denn das Wild besser vermarktet werden kann. Jetzt sind diese unterbreitet worden, versichert Frank Marschner. Der Kreisjägermeister und Leiter des Langburkersdorfer Forstamtes hatte das Projekt innerhalb von „Regionen aktiv“ angeregt.

Doch Israel ist noch immer nicht ganz glücklich. „Es scheint mir nach wie vor nicht auf den Punkt gebracht“, sagt er. Umfangreicher als notwendig sei die Analyse von Wildaufkommen und bisherigen Strukturen des Verkaufs ausgefallen. Auch der Käufer wurde detailliert unter die Lupe genommen.

Dafür aber seien die Konzepte für die Werbung, die Anbieter und die Qualität noch nicht so ausgearbeitet, dass sie ein Leitfaden zum Handeln sind. Und das sei schließlich einer der wichtigsten Ansprüche für von „Regionen aktiv“ geförderte Projekte. Außerdem habe ihn die geringe Teilnahme von Jägern an der Veranstaltung im März nachdenklich gemacht.

Entscheidung bis Sommer

Israel habe ein „dickes Pamphlet“ von dem beauftragten Thüringer Büro erhalten, mit dem die Mitglieder der Arbeitsgruppe überfordert gewesen wären. Da die aber am Ende über Ablehnung oder Befürwortung befinden, hat er noch einmal eine Zusammenfassung angefordert. Die will er dann unter anderem auch den zuständigen Landesbehörden zur Beurteilung weiterreichen. Bis zum Sommer soll eine Entscheidung fallen. „So oder so“, sagt Israel.

So lange will auch Marschner noch nichts zu den konkreten Vorschlägen sagen. Er ist jedoch überzeugt, dass der geforderte praktische Aspekt nun genügend berücksichtigt ist. „Es gibt schon viele Anfragen interessierter Behörden und Verbände.“ Überall sei man auf die Ergebnisse schon gespannt. Schließlich sei es das Anliegen der Jäger, die Vermarktung des Wildes zu verbessern. Dazu gehört aber auch eine noch bessere Zusammenarbeit, wurde bereits zu Beginn des Projektes festgestellt.

Die hygienischen Voraussetzungen seien in den vergangenen Monaten zunehmend geschaffen worden, konstatierte Amtstierarzt Dr. Werner Müller.