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Noch kein Geld für die Ganziger Straße

Nach Anwohnerprotesten hatte die Stadt einen Förderantrag beim Land eingereicht. Mit der Antwort könnte es noch dauern.

Blick in die Ganziger Straße im Herbst 2019.
Blick in die Ganziger Straße im Herbst 2019. © Sebastian Schultz

Riesa. Der von den Anwohnern lang ersehnte Ausbau der Ganziger Straße in Riesa dürfte noch einige Zeit auf sich warten lassen. Das hat Stadtsprecherin Manuela Langer auf Anfrage mitgeteilt. Sie verweist auf den Fördermittelantrag, den die Stadt bereits im vergangenen Jahr beim Land eingereicht hatte

Der Antrag sei "vollständig und fristgerecht" eingereicht worden. "Die Abarbeitung der Anträge soll 2022 beendet sein", so Manuela Langer weiter. Ähnlich hatte sich zuvor schon Oberbürgermeister Marco Müller (CDU) im Bauausschuss der Stadt geäußert, als dort nach einem Zwischenstand gefragt worden war. 

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Förderprogramm ist überzeichnet

Die Ganziger Straße ist eine von mehreren unbefestigten Straßen im Stadtgebiet. Im September 2019 hatten Anwohner in einem offenen Brief eine Lösung gefordert. Bei einem Anwohnergespräch hatte die Stadtverwaltung schließlich erklärt, warum ein grundhafter Ausbau der Straße notwendig ist - und gleichzeitig bekanntgegeben, dass beim Freistaat Fördergeld beantragt wurde. 

Ob bis 2022 wirklich die erhofften Mittel zur Verfügung stehen, ist und bleibt aber offen. Das war auch schon vor der Corona-Krise so: Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) hatte bereits Anfang des Jahres erklärt, dass deutlich mehr Geld für den kommunalen Straßenbau beantragt sei, als zur Verfügung stehe. Die Stadt Riesa rechnet für die Ganziger Straße mit Kosten von mehr als 500.000 Euro für den Ausbau. (SZ/stl)

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