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Noch kein Käufer für Siedlung

Puschwitz. Zum ersten Mal wurden Zahlen für den Haushalt 2008 im Gemeinderat vorgestellt. Der Verkauf der Häuser in Wetro bleibt das Problem.

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Von Kerstin Fiedler

Die unendliche Geschichte der Häuser in der Siedlung Wetro nimmt kein Ende. Obwohl Bürgermeister Stanislaus Ritscher vor Kurzem noch recht optimistisch war, fiel der erste Interessent jetzt aus. „Die Bank bestätigte, dass sie dem Kaufinteressenten das Geld nicht gibt“, sagte Ritscher im Gemeinderat. Daher stehen immer noch rund 1,9Millionen Euro Schulden aus dem Bau der Häuser und den Altlasten, die die Gemeinde zusätzlich im Jahr 2000 übernehmen musste. Geringere Mieteinnahmen als geplant machen die Rückzahlungen nicht gerade einfacher. Viele Wohnungen stehen leer, es gibt auch Mietschuldner. Weil der Verkauf der Siedlung sich weiter hinzieht, ist der erste Haushaltsentwurf eher eine Wunschliste, als ein realistischer Plan. „Der Gemeinderat muss nun Prioritäten setzen“, sagte Liliana Wetzko von der Verwaltung in Neschwitz. Die Probleme im vergangenen Jahr mit fehlenden Zuweisungen aus Dresden sowie geforderten Gewerbesteuerrückzahlungen wirken sich nicht gerade positiv auf das neue Jahr aus. Im Endeffekt fehlen im Vermögenshaushalt 370000Euro. Allerdings hat die Gemeinde eine gute Rücklage. „Wie viel wir daraus für dieses Jahr nehmen, müssen wir noch entscheiden“, sagt Stanislaus Ritscher. Schließlich geht die mittelfristige Planung bis 2011.

Wichtig ist den Gemeinderäten der Straßenbau in Neu Lauske. Bauamtsleiterin Katrin Ullrich bestätigte, dass es vom Landkreis kein Fördergeld gibt. Da Puschwitz aber im Fördergebiet des Amtes für Ländliche Neuordnung liegt, könnte dort Geld herkommen. „Da müssen wir uns mal beim Koordinierungskreis, der das entscheidet, erkundigen“, sagt Gemeinderat Bernhard Ziesch. Jörg Lesche, Ansprechpartner für das Fördergebiet der Heide- und Teichlandschaft sagte, dass geprüft werden muss, in welchem Rahmen die Gemeinde hier Chancen auf Förderung hat. Mit dem Beschluss zum Haushalt 2008 rechnet der Bürgermeister nicht vor April. Bis dahin sollen auch Verhandlungen mit weiteren Kaufinteressenten der Siedlung Wetro geführt werden. Zumindest die Gebührenkalkulation und die Abwassersatzung wurden zur jüngsten Gemeinderatssitzung beschlossen.