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Hier entstehen barrierefreie Wohnungen

Die Schillerapartments in Sebnitz sind komplett vermietet. Jetzt folgt die Erweiterung der seniorengerechten Wohnanlage.

Haus ohne Dach und Decken: Die Schillerstraße 10 ist entkernt. Hier entstehen neue Wohnungen.
Haus ohne Dach und Decken: Die Schillerstraße 10 ist entkernt. Hier entstehen neue Wohnungen. © Daniel Schäfer

Wer von der Straße aus ins Fenster schaut, der kann den Himmel sehen. Vom Haus an der Schillerstraße 10 in Sebnitz stehen gerade nur noch die Außenwände und der Treppenaufgang in der Mitte. Sämtliche Decken und das Dach des viergeschossigen Gebäudes sind herausgerissen und abgetragen. Ein Baukran überragt die Häuserzeile, Autofahrer müssen deswegen einen Bogen machen.

In das lange leerstehende Haus soll in rund einem Jahr wieder Leben einziehen. Die Sebnitzer Susanne und Michael Walldorf realisieren hier eine Erweiterung der Schillerapartments auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Mit dem 2014 gestarteten Großprojekt haben die Immobilienunternehmer beinahe einen halben Straßenzug saniert. Aus der früheren Blumenfabrik Hugo Werner und den beiden angrenzenden Gebäuden entstand ein Wohnkomplex mit 45 barrierefreien Wohnungen - nicht nur für Senioren. 

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Die Nachfrage nach altersgerechtem Wohnraum mit Fahrstuhl, im Gebäude befindlichen Gesundheits- und Pflegeangeboten sowie einem Concierge als Ansprechpartner ist offensichtlich da. Die Schillerapartments sind laut Michael Walldorf komplett vermietet. Zeit also, die erste Erweiterung anzugehen. 

Schillerapartments an der Sebnitzer Schillerstraße: Die frühere Blumenfabrik Hugo Werner wurde zum seniorengerechten Wohnkomplex.
Schillerapartments an der Sebnitzer Schillerstraße: Die frühere Blumenfabrik Hugo Werner wurde zum seniorengerechten Wohnkomplex. © Daniel Schäfer

Auch das Haus an der Schillerstraße 10 gehörte einst dem Sebnitzer Blumenfabrikanten Hugo Werner, insofern schließt sich ein Kreis. In dem jetzt zur Baustelle gewordenen Gebäude vis-à-vis der Schillerapartments werden acht weitere Wohnungen mit einer Größe zwischen 50 und 60 Quadratmetern entstehen. Sie verfügen über die gleichen Standards wie die Schillerapartments: breite Türen ohne Schwellen und geräumige Badezimmer mit ebenerdiger Dusche, sodass die Bewohner sich auch mit Rollator oder Rollstuhl ohne Hindernisse bewegen können. 

Die künftigen Mieter müssen dann nur einmal die Straße überqueren, um die Angebote der Schillerapartments zu nutzen. Praxen für Fußpflege, Physiotherapie und Ergotherapie sowie ein Kosmetik- und Haarstudio befinden sich direkt im Gebäude. Im zugehörigen Veranstaltungsraum Schillerkeller gibt es - sobald die Corona-Bestimmungen dies zulassen - Lesungen, Vorträge und Geselligkeiten. 

Baukosten von einer Million Euro

Der Umbau der Schillerstraße 10 ist ein aufwendiges und kostenintensives Projekt. Auf rund eine Million beziffert Bauherr Michael Walldorf die Gesamtkosten für die Sanierung. Die alten Holzbalkendecken wären rein von der Substanz her noch zu erhalten gewesen, um den heute gültigen Bauvorschriften für Brandschutz, Schall- und Wärmedämmung zu genügen, wäre die Sanierung aber teurer geworden, als komplett neue Betondecken einzuziehen. Deshalb hat das Planungsbüro letztere Variante favorisiert. 

Im Erdgeschoss wird die Decke zudem abgesenkt, und die Eingangstreppen verschwinden, um den barrierefreien Zugang zu gewährleisten. Im Inneren des Gebäudes wird ein Fahrstuhl installiert, an der Gebäuderückseite erhält jede der acht Wohnungen einen eigenen Balkon. 

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