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Noch vier Corona-Infizierte in Mittelsachsen

Über zehn Wochen ist es her, dass die ersten Fälle aufgetreten sind. Der Krisenstab trifft sich nur noch einmal pro Woche.

Symbolbild
Symbolbild © dpa

Mittelsachsen. Rein rechnerisch leiden aktuell in Mittelsachsen nur noch vier Personen an einer Corona-Erkrankung. Darüber informierte am Dienstag Kreissprecher André Kaiser. Die Zahl der Nachweise liegt nach wie vor bei 256. Zuletzt war am 20. Mai ein neuer Fall hinzugekommen. Für 922 Patienten hat das Gesundheitsamt seit Beginn der Pandemie bereits Quarantäne erlassen. 908 Personen konnte diese inzwischen wieder verlassen, 14 noch nicht.

In der Region wird derzeit kein Patient in einem Krankenhaus behandelt, wie eine entsprechende Anfrage von sächsische.de in den Kliniken in Döbeln, Leisnig und Mittweida ergeben hat. Wie viele Intensivbetten die Kliniken noch für Covid-19-Patienten bereithalten, war lediglich vom Klinikum Döbeln zu erfahren. „Wir halten 13 ITS-Betten vor sowie sechs zusätzliche ITS--Betten in Reserve“, äußerte sich Verwaltungsleiter Martin Preißer. Aus der Helios-Klinik hieß es dazu: „Wir behandeln derzeit keinen Covid-19-Patienten in unserem Haus, können aber nach Bedarf jederzeit auch intensivpflichtige Patienten betreuen“, so Sprecherin Juliane Dylus.

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Anfang April 20 neue Fälle pro Tag

Am 13. März hatte die Krise auch Mittelsachsen erreicht. An jenem Freitag waren die ersten drei Fälle bekannt geworden. Nachgewiesen worden ist das Virus zuerst bei Reiserückkehrern, die aus dem Raum Freiberg stammen. Am 18. März gab es die ersten beiden Fälle in der Region Döbeln. Erkrankt waren ein Mann und eine Frau, beide 36 Jahre alt. Bislang haben sich im Altkreis 80 Personen mit dem Virus infiziert. Die meisten Nachweise gibt es nach wie vor in Freiberg mit 104, die wenigsten im Raum Mittweida mit 72. Sieben Mittelsachsen sind infolge einer Infektion mit Covid-19 verstorben.

Zu Beginn der Pandemie haben sich die Nachweise fast wöchentlich verdoppelt. So gab es am 20. März 24 Fälle, eine Woche später 68, am 3. April schließlich 141 Nachweise. Anfang April erreichte die Pandemie dann auch ihren Höhepunkt. Vom 8. auf den 9. April wurden 20 neue Fälle gemeldet. In den Tagen zuvor gab es mitunter täglich bis zu 18 neue Nachweise. Mitte April schließlich sank die Zahl der neuen Nachweise deutlich. Seit knapp einem Monat gibt es kaum mehr neue Fälle.

>>>Über die Ausbreitung des Coronavirus und über die Folgen in der Region Döbeln berichten wir laufend aktuell in unserem Newsblog.<<<

Trotz der relativ ruhigen Lage im Landkreis trifft sich am Landratsamt noch der zuständige Krisenstab. „Derzeit einmal die Woche“, sagte Kaiser. Die Treffen seien situationsabhängig. Bis Ende März fanden sie noch täglich statt. Mit dabei sind zum Beispiel Vertreter des Gesundheitsamtes, der Rechtsaufsicht, des Brand- und Katastrophenschutzes sowie der Polizei. Die Leitung hat Landrat Matthias Damm (CDU).

Kreistag in der Hartharena

Am Mittwoch trifft sich das erste Mal seit Beginn der Krise der Kreistag Mittelsachsens. Um die Hygieneanforderungen und Abstandsregeln einhalten zu können, weichen die Kreisräte sowie Mitarbeiter der Verwaltung dieses Mal in die Hartharena nach Hartha aus. Dort wird Landrat Matthias Damm ab 15 Uhr unter anderem über die Eilentscheidungen zur Beschaffung von Schutzausrüstung während der Corona-Krise berichten.

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