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Noch vor Ostern öffnet das Eiscafé Emilia

Ein Kamenzer bringt seine erfolgreiche Geschäftsidee nach Bischofswerda. Und Tische und Stühle auf den Altmarkt.

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© René Plaul

Von Carolin Menz

Lars Engelhardt bringt 16 hausgemachte Eissorten mit nach Bischofswerda – und erfrischenden Optimismus. Der 38-jährige Kamenzer eröffnet noch vor Ostern das Eiscafé Emilia im ehemaligen Geschäft Hörgeräte Kind. Der Schiebocker Altmarkt sei doch ein wunderschönes Plätzchen, sagt er. Bewusst entschieden er und seine Frau Jacqueline, hier ihr zweites Eiscafé Emilia zu eröffnen – in Kamenz verkaufen sie seit zehn Jahren Eis in der Innenstadt. „Wir mögen einfach das Flair einer Kleinstadt“, sagt Lars Engelhardt.

Noch steckt Lars Engelhardt mitten im Umbau des ehemaligen Geschäftes. Vor Wochen wurde damit begonnen – der Vermieter habe ihn dabei gut unterstützt, sagt der Kamenzer. Inzwischen ist der künftige Charme des Café Emilia aber schon sichtbar. – Hell und modern wird es. Schon die Wände machen Appetit auf das, was kommt. Sie sind hellbraun angestrichen, die gleiche Farbe werden Milchkaffee, Latte macchiato und Cappuccino haben, die aus einer hochwertigen Siebdruckmaschine und mit tollem Milchschaum serviert werden. Wie in Italien, das Land im Süden, das Engelhardts immer wieder inspiriert.

Knalliges Orange und grelles Grün sind auffällige und doch dezente Farbtupfer in einem Interieur, das neu ist für Bischofswerda. Doch schon jetzt prägen sie das Kamenzer Café Emilia und werden von einigen Schiebockern für gut befunden: „Wir haben in Kamenz sehr viele Gäste von hier. Sie freuen sich schon, dass wir endlich kommen“, sagt Lars Engelhardt. Steingutfliesen, weiße Ledercouches, funkelnde Lampen und ein großes Foto als Hingucker im neuen Café mit 30 Innenplätzen: Es zeigt Kinder, die auf einer italienischen Vespa Eis schlemmen.

Lars Engelhardt ist eben großer Italien-Fan und nennt sein Café deshalb auch gern inoffiziell „Gelateria“. Im Süden und in Schiebock ist das Eis ihr Markenzeichen. Engelhardts produzieren es in Kamenz selbst. Die bunte Sortenvielfalt gibt es aus der großen Glastheke gleich im Eingangsbereich. Darunter die Klassiker. Doch auch neue und eigenwillige Kreationen, die Geschmackssache sein werden: Orange-Basilikum, Orange-Ingwer oder Erdbeer-Balsamico heißen sie. „Wir bieten auch sehr viele Sorten laktosefreies Eis“, sagt Lars Engelhardt. Die Kugel in Becher oder Waffel kostet 90 Cent – vielleicht etwas mehr als anderswo. „Wir benutzen hochwertige Zutaten. Das hat seinen Preis.“

Qualität auch draußen. Plastikmöbel wird es nicht geben. Unter Sonnenschirmen werden hochwertige Möbel mit 40 Sitzplätzen gestellt – vorerst auf dem Fußweg vor dem Emilia und ab 1. Mai zusätzlich am Evabrunnen. Lars Engelhardt und sein Team werden mit Eisbechern und Kaffee die Straße zur Marktmitte überqueren. Gerade weil es die Möglichkeit einer solchen Terrasse hier gab, so mittendrin im Stadtleben, entschied sich Lars Engelhardt für Bischofswerda. Nun hofft er auf gutes Wetter zur Eröffnung Mitte April.