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Nord bekommt ein Stück Hochwasserschutz

Lange hat Heidenau darauf gewartet. Viel sehen wird man von den vier teuren Wunderpumpen zwar nicht, im Notfall aber spüren.

Es sieht unscheinbar aus, ist aber teuer und hat viel unsichtbare Kraft: Das Hochwasserpumpwerk, das hier bis nächstes Frühjahr gebaut wird.
Es sieht unscheinbar aus, ist aber teuer und hat viel unsichtbare Kraft: Das Hochwasserpumpwerk, das hier bis nächstes Frühjahr gebaut wird. © Stadt Heidenau

Immer nur Süd und die Flutschutzmauer: Das ist der Vorwurf vieler Heidenauer, wenn es um den Hochwasserschutz geht. Seit nunmehr 18 Jahren fragen sie: Und was wird mit uns? Das Regen- und Hochwasserpumpwerk Heidenau-Nord ist seit Längerem geplant und vorgesehen und scheiterte immer wieder am Fördergeld.

Dann dauerte es noch einmal einmal anderthalb Jahre vom Beschluss des Stadtrates bis zum Baubeginn. Nachdem Heidenau im vergangenen September schließlich reichlich 1,3 Millionen Euro Fördermittel bestätigt wurden, soll es nun mit dem Bau endlich losgehen. Bis April nächsten Jahres soll an der Pillnitzer Straße, dort wo sich schon das Trennbauwerk Nord befindet, ein Pumpwerk gebaut werden. Der Raum für die vier Tauchmotorpumpen wurde bereits beim Bau 2008 mit geschaffen. Die Pumpen sollen im Notfall zwei Kubikmeter Wasser pro Sekunde abpumpen können.

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Damit wird das Gebiet Elb-, Wiesen-, Wasser- und Pillnitzer Straße sowie zum Teil auch die Bahnhofstraße und Dresdner Straße bei starkem Regen vor dem Rückstau des Abwassers aus den Kanälen geschützt. Nach diesem Prinzip funktioniert auch das bereits bestehende Regen- und Hochwasserpumpwerk Heidenau-Süd.

Arbeit tief unter der Erde

Zu sehen ist von der insgesamt rund 2,7 Millionen Euro teuren Maßnahme künftig nicht viel. Das oberirdische Betriebsgebäude auf der eingezäunten Fläche des bereits bestehenden Trennbauwerkes Nord lässt von seinem Wunderwerk im Inneren nicht viel erahnen. Die Pumpen befinden sich bis zu vier Metern unter der Erde. So teuer sind sie, weil es große, extra angefertigte Dieselpumpen sind. Drei davon sind im Notfall im Einsatz, eine ist Ersatz.

Das Trennbauwerk ist im Prinzip ein Schieber. Der kommt zum Einsatz, wenn die Elbe Hochwasser hat und verhindert, dass sich das Abwasser bis zum Platz der Freiheit zurückstaut. So wie es 2013 war und für etliche Schäden sorgte. Um gleichzeitig nicht Abwasser in die Elbe zu pumpen gibt es zwei Becken. Beim Pumpen von einem ins andere wird das Abwasser verdünnt und dann in die Elbe gepumpt.

Jährlich wird die Hochwasschutzmauer in Heidenau getestet. Dann wird die Mauer geschlossen. Bisher hat sie den Test immer bestanden.
Jährlich wird die Hochwasschutzmauer in Heidenau getestet. Dann wird die Mauer geschlossen. Bisher hat sie den Test immer bestanden. © Daniel Schäfer

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Doch diese vier Pumpen sind noch nicht der ganze Hochwasserschutz für Heidenau-Nord. Die Landestalsperrenverwaltung führt die Hochwasserschutzkonzepte fort. Das Modell der Wasserspiegellagen ist aktualisiert. Es ist die Grundlage für die Überarbeitung der Gefahrenkarten, die wiederum Voraussetzung für die Konzepte sind. In diese werden dann auch geänderte Situationen und bereits vorhandene und umgesetzte Maßnahmen einbezogen. Hochwasserschutz ist eine Generationenaufgabe, sagt die Landestalsperrenverwaltung immer wieder.

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