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Pflaster weg, Asphalt rein in Wilsdruff

Die Nossener Straße sollte ursprünglich ihr Aussehen behalten. Von der neuen Lösung profitieren die Anwohner.

Baustellenberatung mit Ingolf Dachsel vom Bauamt (re.) auf der Nossener Straße in der Wilsdruffer Innenstadt. Die ist für einige Wochen nun eine Baustelle.
Baustellenberatung mit Ingolf Dachsel vom Bauamt (re.) auf der Nossener Straße in der Wilsdruffer Innenstadt. Die ist für einige Wochen nun eine Baustelle. © SZ/Maik Brückner

Das Aussehen der Nossener Straße in Wilsdruff wird sich ändern. Wie Bürgermeister Ralf Rother (CDU) in der Stadtratssitzung am Donnerstag informiert, bekommt die im Zentrum der Kleinstadt verlaufende Straße eine drei Meter breite und 20 Zentimeter dicke Asphaltdecke. Bisher war die Fahrspur der Einbahnstraße auf dem Abschnitt zwischen Marktplatz und dem Abzweig Gezinge komplett gepflastert. Der Parkstreifen stadtauswärts links wird hingegen wieder mit Großpflaster befestigt.

Ursprünglich sollte die Straße ihr Aussehen behalten. Doch kurz nach Beginn der Arbeiten am 25. Mai meldete die Baufirma Bedenken an der Frostsicherheit an. Denn bei Großpflaster dringt - bedingt durch die großen, offenen Fugen - viel Wasser in den Baugrund ein. Das war auch der Grund, weshalb es auf der Straße zu Senkungen und zur Bildung von Spurrillen gekommen war.

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Kaum sind die ersten Meter zurückgelegt, ertönt lautstark diese Frage. Denn so schön das Wandern ist, ohne Picknick ist der Spaß nur halb so groß.

Da das beauftragte Planungsbüro dem Vorschlag zustimmte, habe die Stadt nach Prüfung der Kosten und im Interesse der Anwohner ihre Zustimmung gegeben. "Ein vergleichbarer Ausbau hat sich in der Meißner Innenstadt laut Planungsbüro gut bewährt und mindert zusätzlich die Fahrgeräusche von Bussen und Lkw", so Rother.

Den Zuschlag für die Arbeiten hatte das Wilsdruffer Unternehmen Eiffage erhalten. Es hatte mit 57.000 Euro das wirtschaftlichste Angebot eingereicht. Die Arbeiten werden aus Restmitteln eines Förderprogramms finanziert. Sie begannen am 25. Mai und sollen in vier Wochen beendet sein. Da unter Vollsperrung gearbeitet wird, sind alle Parkplätze auf diesem Teilstück der Straße gesperrt. 

Als Ausgleich hat Wilsdruff zusätzliche Stellflächen auf dem unteren Marktplatz ausgewiesen. Die Fußwege vor den Geschäften sind von den Bauarbeiten nicht betroffen und können weiter genutzt werden. Anlieger, die zu ihren Grundstücken fahren möchten, sollten sich mit der Baufirma verständigen, so Rother. In Abhängigkeit vom Baufortschritt sollte das möglich sein.

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