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Brüssel bestätigt Zweifel an Eon-Ruhrgas-Pakt Brüssel. Die EU-Kommission hat nun auch offiziell ihre Bedenken beim Verkaufspakt zwischen dem Energiekonzern Eon und dessen Tochter Ruhrgas bestätigt. Die EU-Behörde forderte deshalb Informationen von der Bundesregierung an.

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Brüssel bestätigt Zweifel an Eon-Ruhrgas-Pakt

Brüssel. Die EU-Kommission hat nun auch offiziell ihre Bedenken beim Verkaufspakt zwischen dem Energiekonzern Eon und dessen Tochter Ruhrgas bestätigt. Die EU-Behörde forderte deshalb Informationen von der Bundesregierung an. „Wir haben den generellen Eindruck, dass etwas nicht in Ordnung ist“, sagte der Sprecher von EU-Binnenmarktkommissar Charlie McCreevy gestern in Brüssel. Anfang des Monats war das Schreiben an Berlin bereits inoffiziell in Kommissionskreisen bestätigt worden. Ein Kommentar der Bundesregierung dazu steht hingegen weiterhin aus. Bei der Ministererlaubnis für Eon zur Übernahme der Essener Ruhrgas wurde festgeschrieben, dass sich Eon von Ruhrgas trennen muss, falls der Düsseldorfer Energieriese selber übernommen werden sollte. Diese Vereinbarung wurde im Übernahmekampf um den spanischen Energieversorger Endesa besonders von spanischer Seite angegriffen. (dpa).

Deutsche Post will Briefporto nicht erhöhen

Bonn. Verbraucher müssen für Inlandsbriefe kommendes Jahr nicht mehr Geld bezahlen. Die Deutsche Post will das Briefporto im Inland 2007 konstant lassen, obwohl erstmals seit Jahren eine leichte Erhöhung möglich wäre, sagte gestern ein Sprecher des Bonner Konzerns. Für Sendungen ins Ausland habe man bei der Bundesnetzagentur allerdings eine moderate Anhebung der Preise beantragt. Die Post hat die Möglichkeit, bei Sendungen bis 1000 Gramm das Gesamtniveau um 0,2 Prozent anzuheben. Den Spielraum von 0,2 Prozent wolle man nicht voll ausschöpfen, sagte der Post-Sprecher. (ddp)

Bayer-Tochter trennt sich von fast 3 000 Mitarbeitern

Leverkusen. Der größte deutsche Chemieparkbetreiber Bayer Industry Services (BIS) will sich mittelfristig von jedem zweiten Mitarbeiter trennen. Von 5 800 Beschäftigten werden 2 300 durch Verkäufe in andere Unternehmen wechseln, teilte die Bayer-Tochter gestern mit. In den verbleibenden Geschäften sollen bis 2009 rund 600 Arbeitsplätze abgebaut werden. Mit dem Konzept sollen Kosten in Höhe von 125 Millionen Euro eingespart werden. Die BIS bietet Dienstleistungen für Bayer und den Chemiekonzern Lanxess in Leverkusen, Dormagen und Uerdingen. (dpa)