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Notsicherung an Roßweiner Denkmal

Vor dem Gebäude an der Bahnhofstraße ist jetzt der Fußweg abgesperrt. Teile des Daches könnten ansonsten zur Gefahr für Passanten werden.

Das Landratsamt Mittelsachsen hat jetzt mit der Notsicherung des Gebäudes Bahnhofstraße 2 in Roßwein begonnen. Dafür muss auch der Fußweg davor abgesperrt werden.
Das Landratsamt Mittelsachsen hat jetzt mit der Notsicherung des Gebäudes Bahnhofstraße 2 in Roßwein begonnen. Dafür muss auch der Fußweg davor abgesperrt werden. © Erik-Holm Langhof

Roßwein. An dem Haus Bahnhofstraße 2 sind die meisten bisher sicher achtlos vorbeigegangen. Jetzt geht das nicht mehr. Der Fußweg davor ist abgesperrt. Möglicherweise animiert das ja den einen oder anderen, mal nach oben zu schauen und somit nach dem Grund für den erzwungenen Wechsel auf die Fahrbahn. 

Das Haus ist zumindest für die Denkmalschützer und alle, die sich mit Städtebau und Architektur beschäftigten, doch etwas Besonderes. Nicht zuletzt deshalb ist das Gebäude auch auf der Denkmalschutzliste für Sachsen zu finden. „Es zeugt als eines der letzten Häuser davon, wie die ursprüngliche Architektur der Vorstädte vor der gründerzeitlichen Bebauung einmal ausgesehen haben“, heißt es in der Denkmalsbegründung. Außerdem sind laut der Kulturdenkmalliste die markante Fassadengliederung sowie der – zumindest stellenweise – noch im Original erhaltene Putz von Bedeutung. Der ist auch für den Laien noch wirklich gut zu sehen.

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Eigentümer ist gelöscht

Doch was passiert dort jetzt? Die Frage geisterte auch schon durch die sozialen Netzwerke. Die Sperrung vor dem Haus hängt mit der nunmehr begonnenen Notsicherung des Gebäudes zusammen, teilt Peggy Zill, Pressereferentin des Landratsamtes Mittelsachsen, auf Anfrage mit. Die Behörde kümmert sich um diese Immobilie, weil es aktuell keinen Besitzer gibt. Im Grundbuch ist eine Gesellschaft als Eigentümer eingetragen. Doch die ist mittlerweile von Amts wegen gelöscht, teilte die Landkreisverwaltung schon zu einem früheren Zeitpunkt mit.

Bei der laufenden Sicherung, veranlasst durch die Denkmalschutzbehörde, wird zunächst das Gebäude beräumt und teilweise entkernt, um mittels Baugutachter feststellen zu lassen, welche Arbeiten für die Notsicherung notwendig werden. „Für die jetzt durchgeführte Maßnahme stehen der Denkmalbehörde Landkreismittel zur Verfügung“, sagte Peggy Zill zur Finanzierung. Dabei werde zunächst von Kosten in Höhe von etwa 40.000 Euro ausgegangen.

Wie es nach der Notsicherung weitergeht, ist offen. Auch die Kommune hofft gewiss, dass sich ziemlich rasch ein neuer Eigentümer findet, der sich um das Gebäude kümmert. In diesem Punkt musste in der Vergangenheit nicht erst einmal der Bauhof einspringen, wenn beispielsweise marode Gebäudeteile nach einem Sturm herabgestürzt waren.Vor dem Gebäude an der Bahnhofstraße ist jetzt der Fußweg abgesperrt. Teile des Daches könnten ansonsten zur Gefahr für Passanten werden.

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