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Nünchritz geht gegen Graffiti vor

In dem Ort wächst die Zahl der Schmierereienso rasant wie die Kostenfür deren Beseitigung.

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Von Alexandra Hoppstock

Nünchritz. Ob an Wohnhäusern, Brücken, Schaukästen, der neuen Sporthalle oder am Ortsschild – Graffiti wird in Nünchritz zur Plage. Zunächst traten die Schmierereien nur vereinzelt auf, doch in den vergangenen beiden Jahren wurde das Problem akut, sagte Torsten Gottsmann, Mitarbeiter der Gemeinde Nünchritz.

Es sind die Eigentümer, die die Kosten für die Beseitigung der Sprühereien zu tragen haben. Die Gemeinde Nünchritz ist bemüht, nach und nach ihre betroffenen Einrichtungen vom Graffiti zu befreien. Doch ist der finanzielle Aufwand beträchtlich.

Heinrichsburg beschmiert

Nach Angaben von Torsten Gottsmann müssen zirka 30 bis 80 Euro pro Quadratmeter für die Beseitigung veranschlagt werden, wobei die Kosten von dem jeweiligen Untergrund abhängig sind. Das Graffiti an der Heinrichsburg war bislang das teuerste. Die Beseitigung kostete rund 1200 Euro. Bürgermeister Gerd Barthold (CDU): „Dieses Geld wäre in den Kindereinrichtungen oder der Bibliothek besser angelegt.“

Das Sprühen von Graffiti ist kein Kavaliersdelikt, heißt es aus der Gemeinde, sondern eine Straftat. Torsten Gottsmann: „Wir fotografieren das Graffiti und erstatten Anzeige bei der Polizei. Die nimmt dann die Ermittlungen auf.“ Im Jahr 2007 seien bislang drei Anzeigen eingegangen. Doch konnte bis heute keiner der Sprayer gefasst werden. Bürgermeister Barthold bittet deshalb die Nünchritzer, entsprechende Hinweise zu melden.