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Nünchritzer Feuerwehr rückt nach Nordsachsen aus

Der Tanker soll bei einem großen Waldbrand bei Beilrode zum Einsatz kommen. Was macht das Fahrzeug so besonders?

Die Feuerwehr ist seit Sonnabend im Großeinsatz in einem Waldstück bei Beilrode.
Die Feuerwehr ist seit Sonnabend im Großeinsatz in einem Waldstück bei Beilrode. ©  dpa / Symbolbild

Nünchritz/Beilrode. Am Montagmorgen hat die Sirene in Nünchritz alle Leute geweckt. Um 5.20 Uhr lagen die meisten noch im Bett. Da hieß es für die hiesigen Feuerwehrleute: So schnell wie möglich zum Gerätehaus! Dort angekommen, konnten auch die meisten Kameraden wieder umdrehen und nach Hause gehen. Denn es wurden nur zwei Feuerwehrleute gebraucht, die mit dem Tanker ausrückten. Das Ziel: Beirode im Nachbarkreis Nordsachsen.

Dort hat es am Wochenende einen großen Waldbrand gegeben. Wie mehrere Medien berichten, ist am Sonnabend an der Landesgrenze nach Brandenburg ein etwa 30 Hektar großes Waldstück in Brand geraten. Bis zu 200 Feuerwehrleute aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg seien mit rund 40 Fahrzeugen im Einsatz gewesen. Am Sonntag war der Brand nach Angaben der Feuerwehr zwar unter Kontrolle, aber noch immer nicht gelöscht.

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Deshalb wurden auch Feuerwehren aus benachbarten sächsischen Landkreisen um Amtshilfe gebeten. Das Tanklöschfahrzeug der freiwilligen Feuerwehr Nünchritz ist das einzige Fahrzeug aus dem Landkreis Meißen. Es kann bis zu 4.000 Liter Wasser mitführen und ist für Wald- und Feldbrände besonders geeignet. Normale Feuerwehrfahrzeuge haben einen 1.000-Liter-Tank an Bord.

Warum allerdings nur der Nünchritzer Tanker und nicht noch andere ähnlich große Fahrzeuge aus dem Meißner Raum nach Beilrode beordert wurden, ist für den hiesigen Gemeindewehrleiter Wolfgang Sax ein Rätsel. Er hofft, dass der Einsatz maximal nur einen Tag dauert. "Denn es müsste ja auch dort geregnet haben", sagt der stellvertretende Kreisbrandmeister.

Das Feuer soll am Sonnabend kurz nach Mittag an der Bahntrasse zwischen Beirode und Rehfeld  ausgebrochen sein. Nach bisherigen Erkenntnissen könnte ein Güterzug dafür verantwortlich sein. Am Wochenende herrschte in Nordsachsen und im Landkreis Meißen wegen der Hitze und der anhaltenden Trockenheit die höchste Waldbrandwarnstufe 5. 

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