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Nur Amtsblattsprache reicht nicht aus

über die Straßensperren in Kötzschenbroda

Peter Redlich

Ziemlich deftig, wie Altkötzschenbroda seit gestern abgeriegelt ist. Mindestens die Hälfte der üblicherweise hier fahrenden Autolenker stand vor einem der drei Sperrschilder auf der Bahnhofstraße. Hektik, Unmut, Schimpferei, und zwischen all dem die Händler, die hier ihr ohnehin nicht üppiges Geschäft machen sollen und sich die Wut manches Autofahrers anhören dürfen. Doch nicht genug damit.

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Als i-Punkt aufs Ganze verteilten die Ordnung liebenden Damen und Herren aus dem gleichnamigen Amt an nicht in der geforderten Richtung vor den Geschäften parkende Autohalter Strafzettel. Geht’s noch?, möchte man denen oder dem, der das angeordnet hat, ganz laut zurufen. Damit wir uns nicht falsch verstehen. Ordnung muss sein. Erst recht, wenn es eng zugeht. Aber solche Tage wie gestern sind nun mal Ausnahmetage. Tage, an denen sich Bürger an Neues gewöhnen müssen. An Unangenehmes, das für eine Weile zu ertragen ist, damit anschließend etwas besser funktioniert. Da mit dem Strafzettel zu hantieren, ist unsensibel hoch drei.

Unsensibel auf andere Art ist es auch, derartige Absperrungen nicht mit den davon Betroffenen abzusprechen. Das muss nicht jedem in der Stadt erklärt und mit jedem beratschlagt werden. Aber wessen kleiner Laden in der Vorweihnachtszeit davon abhängt, der sollte einbezogen werden. Auch das wurde in Altkötzschenbroda verpasst. Zusammenhalt in der Stadt sieht anders aus. Selbst wenn offiziell alles korrekt gelaufen ist – mit der Ankündigung im Amtsblatt.