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Nur Neuer fehlt weiter

Vor der Generalprobe heute gegen Armenien senden die Sorgenkinder positive Signale.

Von Alexander Sarter

Auf der Zielgeraden der WM-Vorbereitung verspricht Bundestrainer Joachim Löw den deutschen Fans Vollgas-Fußball. „Wenn es los geht, werden wir den WM-Turbo zünden“, sagte Löw vor der Generalprobe der deutschen Nationalmannschaft heute in Mainz gegen Armenien: „Wir wollen uns von den Fans mit einem Sieg, einem guten Spiel und einem Lächeln aus Deutschland verabschieden.“

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Für den gestiegenen Optimismus sorgten vor allem die guten Nachrichten der drei Sorgenkinder: Kapitän Philipp Lahm ist wieder an Bord, Spielmacher Bastian Schweinsteiger fit, Torwart Manuel Neuer wohl beim WM-Auftakt dabei. Der letzte WM-Test – einen Tag vor dem Abflug nach Brasilien und zehn Tage vor dem Auftaktknaller gegen Portugal – soll die bislang unglückliche Vorbereitung daher unbedingt vergessen machen. „Alles ist ausgerichtet auf unser Spiel gegen Portugal“, so Löw.

Gegen den EM-Halbfinalisten von 2012 wird wohl auch der an der rechten Schulter verletzte Neuer auflaufen können. „Es wird keine Probleme geben“, betonte Löw. Zuvor hatte der Torhüter von Bayern München die Fans mit einer Botschaft auf seinen sozialen Netzwerkseiten persönlich beruhigt. Neuer postete ein Bild, auf dem er seinen verletzten rechten Arm hebt und die Hand zur Faust ballt. Darüber steht der Satz: „Läuft alles nach Plan!“

Gegen Armenien wird Neuer aber noch pausieren. Man wolle kein Risiko eingehen, begründete Löw und gab dafür Roman Weidenfeller eine Einsatzgarantie. Die ebenfalls angeschlagenen Lahm (Kapselverletzung im Sprunggelenk) und Schweinsteiger (Patellasehnen-Entzündung) werden heute auflaufen. „Sie kommen zu Einsatzzeiten, denn natürlich brauchen sie Wettkampf-Rhythmus“, sagte Löw.

Für etwas Unruhe sorgten gestern jedoch Transfer-Gerüchte. In spanischen Medien wird berichtet, dass der Spitzenklub FC Barcelona die Offensivspieler Marco Reus und Thomas Müller auf dem Einkaufszettel haben soll. Müller hatte bereits von seinem Klub Bayern München Klarheit über seine zukünftige Rolle im Team gefordert. „Ich steh‘ jetzt sicher nicht vor dem Absprung, kann aber auch keine Garantie für alle Zeiten abgeben“, erklärte Müller im Magazin Stern. Seine Position wird dadurch gestärkt, dass auch Manchester United Interesse an ihm signalisiert hat. (sid)

TV-Tipp: Das ZDF überträgt das Spiel ab 20.45 Uhr.