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Nur noch hintenrum ins „Brautloch“

Der Durchgang am Roßweiner Rathausgebäude kann im Moment vom Markt aus nicht genutzt lassen. Das wird wohl auch noch eine Weile so bleiben.

Die Treppe zum sogenannten Brautloch neben dem Haupteingang des Roßweiner Rathauses ist gesperrt. Die Anlage ist so marode, dass die Kommune nicht um eine Sanierung umhinkommt.
Die Treppe zum sogenannten Brautloch neben dem Haupteingang des Roßweiner Rathauses ist gesperrt. Die Anlage ist so marode, dass die Kommune nicht um eine Sanierung umhinkommt. © Dietmar Thomas

Roßwein. Auf dieser Treppe zwischen Rathauseingang und dem benachbarten Heimatmuseum haben in den zurückliegenden Jahren wohl schon Dutzende Brautpaare gestanden, damit nach der Trauung mit den Gästen ein schönes Erinnerungsfoto entstehen kann. Womöglich auch daher rührt der Namen „Brautloch“, mit dem die Roßweiner den oberhalb der Treppenanlage befindlichen Durchgang zwischen Markt- und Rathausparkplatz beziehungsweise Kirche bezeichnen.

An dieser Treppe ist nun die seitliche Blende kaputt. Deshalb musste ein Teil davon sowie das obenliegende Geländer abgenommen worden. Die Folge: Das Begehen der Treppe ist im Moment aus Sicherheitsgründen nicht möglich.

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„Regen und Frost haben die Sandsteine so verwittert, dass diese an der Seite abgefallen sind“, beschreibt Bauamtsleiter Dirk Mehler den Schaden. Die Kommune sei derzeit dabei, Angebote für eine Reparatur der Wange einzuholen. Mehler kann sich aber vorstellen, dass diese nicht binnen ein oder zwei Tagen vorliegen werden, sondern dass das etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen wird.

Er geht davon aus, dass eine neue Verblendung an der Seite nicht ausreicht, vielmehr auch die Stufen selbst angefasst werden müssten. „Ansonsten wäre es nichts Halbes und nichts Ganzes.“

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Die Stufen beziehungsweise deren Untergrund zeigten bereits gewisse Setzungserscheinungen. Das führt der Bauamtsleiter auf Feuchtigkeit zurück, die in den zurückliegenden Jahrzehnten in die Steine eingedrungen ist. Bei der jetzt anstehenden Reparatur müsse mindestens dafür gesorgt werden, dass keine Nässe mehr eindringen kann. Anhand der eingesetzten und nun teils freiliegenden Baumaterialien geht Dirk Mehler davon aus, dass die Treppenanlage – wahrscheinlich in DDR-Zeiten – schon mindestens einmal instandgesetzt worden ist.

Der Hausmeister des Rathauses hat, Dirk Mehler zufolge, die Schäden bei einem seiner regelmäßigen Routine-Kontrollrundgänge bemerkt. Daraufhin sei die kaputte Wange der Treppe entfernt, und die Anlage gesperrt worden. Wer beispielsweise an einem der nächsten Wochenmarkttage die öffentlichen Toiletten am Ende des Brautlochs benutzten möchte, der muss einen kleinen Umweg um das Rathaus herum in Kauf nehmen. Kürzer ist der links am Rathaus vorbei.

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