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Ein duftes Geschäft

Romy Danisch verkauft in Freital-Potschappel handgemachte, vegane Kosmetik. Ihre Werkstatt ist gleich nebenan.

Romy Danisch hat in Freital einen Laden mit selbst gemachten Seifen eröffnet.
Romy Danisch hat in Freital einen Laden mit selbst gemachten Seifen eröffnet. © Karl-Ludwig Oberthuer

Schiebetüren haben etwas. Sie trennen und vereinen Räume mit aufeinander abgestimmten Funktionen auf unkomplizierte Art. In der Seifenmanufaktur „Oana“ an der Dresdner Straße 42 und 44, nahe der Ecke zur Oberpesterwitzer Straße, gibt es genau diesen Effekt. Inhaberin Romy Danisch hat dort einen Laden im Industrial Style eröffnet, der vom Look alter Fabriken inspiriert ist. Hinter einer Glasfront samt Schiebetür können die Kunden bald auch einen Blick auf ihre Arbeit erhaschen.

„Ich habe lange nach so einem Ort gesucht, sogar in der Dresdner Neustadt. Hier fühlte es sich richtig an, auch perspektivisch gesehen“, sagt die 39-Jährige, die später gern Mitarbeiter einstellen möchte. Im Geschäft, der Werkstatt und dem Lager ist reichlich Freiraum. Es wirkt hell und luftig. Die Seifen und Pflegeprodukte in den Regalen aus Holz und Metall haben dem Laden schon einen zarten Duft eingehaucht. In der Mitte stehen Fassmöbel. In Etageren darauf liegen Seifentörtchen. Verspieltes trifft Klares. Fabriklampen, ein Sofa und Grünpflanzen runden den Loftcharakter ab. In der Ecke hängt ein Waschbecken zum Testen.

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Romy Danisch blickt zurück: „Als ich die Geschäftsräume Anfang 2020 zum ersten Mal sah, war es hier dunkel und muffig, der Mosaikfußboden wellte sich. Positiv war der offene Charakter.“ Zuletzt war darin Trödel zu haben. Dann standen die Räume leer. „Der Eigentümer hat mein Vorhaben beim Um- und Ausbau wahnsinnig unterstützt. Bald sollen noch die Schaufensterscheiben erneuert werden. Das ist etwas kompliziert.“

Neue Werkstatt, neuer Name

Stammkunden hat die Freitalerin, die aus Dresden stammt, schon mitgebracht. Bis Ende Oktober 2019 hatte sie ein Nagelstudio samt kleinem Ladenteil an der Dresdner Straße 129. Es hieß „Frauenzimmer“, wie auch ihr Online-Shop. Bisher fertigte sie die Seifen, die frei von Silikon, Mineralöl, Parabenen und Tensiden sind, zu Hause an. Da sie längst auch Produkte für Herren, Jugendliche, Kinder – und speziell Babys – herstellt – benannte sie ihre Manufaktur nun in „Oana“ um. Der Name steht für „Anmut und Schönheit“.

Die Seifen stellt Romy Danisch im schonenden Kaltsiedeverfahren her. Bei relativ niedrigen Temperaturen bleiben die Vitamine der pflanzlichen Bioöle und -fette erhalten. Beim Abkühlen rührt sie weitere Zutaten wie spezielle Farbpigmente, Pflege- und Duftstoffe hinein. Danach muss die Seife vier Wochen reifen.

Der Umwelt zuliebe sind die Seifen - wenn überhaupt - nur mit Papierbanderolen versehen. Einige Pflegeprodukte sind in kompostierbares Zellglas eingepackt. Grundstoff dafür ist Zellulose. „Es gibt viel zu viel Plastik. Auch wenn es zum Teil recycelt wird, kann man es doch weglassen“, sagt sie. Wer den Beauty-Trend im Badezimmer mit möglichst wenig Plastikflaschen und Co. schätzt, findet Duschgel, Shampoo und Deo in fester Form.

Die selbst gemachten Seifen sind umweltfreundlich verpackt.
Die selbst gemachten Seifen sind umweltfreundlich verpackt. © Karl-Ludwig Oberthuer

In der Manufaktur gibt es auch Pflegeseifen, die bei Hautproblemen wie Akne, Neurodermitis oder Schuppenflechte gut verträglich sind. „Sie regen auch die Selbstheilungskräfte an“, sagt Romy Danisch. Gern stehe sie ihren Kunden beratend zur Seite. „Gespannt bleibe ich auch darauf, wer hereinkommt. Sogar manche der Online-Kunden aus Deutschland, der Schweiz und aus Österreich habe ich schon kennengelernt, wenn sie hier auf Besuch waren.“ Abwechslung hält sie bereit.

Passend zum Sommer stehen zurzeit gleich am Eingang feuchtigkeitsspendende Aloe-Produkte sowie Körpercreme mit Lemongras, die auch Mücken abwehrt.

Geöffnet ist Montag bis Freitag von 9.30 Uhr bis 12.30 Uhr und 14.30 Uhr bis 18 Uhr sowie sonnabends von 9.30 Uhr bis 12.30 Uhr.

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