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Oberbürgermeister dankt für Einsatz zum Erhalt der Geburtsklinik

Die Einwohner sammeln über 14 000 Unterschriften gegen die Schließung. Doch der Kreistag lehnt ein Moratorium ab.

Radebeuls Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos) hat gestern allen Bürgern und besonders der Bürgerinitiative, die um den Erhalt der Geburtsklinik im Krankenhaus der Elblandkliniken gekämpft haben, gedankt. Der Verwaltungsausschuss des Kreistages hat vor dem Wochenende die Petition „Gegen die Schließung der Geburtsstation Radebeul“ zurückgewiesen. Die Klinik soll Ende des Jahres geschlossen werden, weil sie nicht wirtschaftlich ist.

Wendsche sagt, die Enttäuschung sei groß, da sich die Verantwortlichen im Landkreis leider auch nicht auf den städtischen Kompromissvorschlag für ein Ein-Jahres-Schließungsmoratorium eingelassen haben. Dies hätte die notwendige Zeit gegeben, öffentlich und gemeinsam über Alternativen und Klinikkonzepte zu beraten. Wendsche: „Doch wir sollten uns jetzt nicht in die Schmollecke zurückziehen. Die Entscheidung ist gefallen. Der Protest war nicht umsonst. Wir haben alles in unserer Macht stehende getan, dies zu verhindern und dies wird positiv nachwirken.“

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Die vielen Reaktionen aus der Bürgerschaft seien ein herausragendes Beispiel für eine lebendige Bürgergesellschaft. Großer Respekt gebühre nicht zuletzt auch den Fraktionen des Radebeuler Stadtrates, die – mit Ausnahme der SPD-Fraktion – das Anliegen unterstützt haben. Ernüchtert sei Wendsche, dass während der gesamten Zeit des Protestes nicht einer der politisch und medizinisch Verantwortlichen es für nötig erachtete, mit den Protestierenden ins Gespräch zu kommen. Obendrein habe in der entscheidenden Sitzung zur Ablehnung der Petition einer der maßgeblichen Schließungsbefürworter den über 14 000 Unterstützern der Petition gar Populismus vorgeworfen. Katrin Clausnitzer, eine der Organisatorinnen des Protestes: „Über die Art und Weise, wie mit unserem Ansinnen beim Landrat und im Kreistag umgegangen wurde, sind wir besonders enttäuscht.“

Die Petitionsliste soll in den nächsten Tagen geschlossen werden. (SZ/per)