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Oberflächen-Entwässerung soll geklärt werden

Die Gemeinde Dürrwicknitz strebt eine faire Lösung mit den Anwohnern an. Die ist aber nicht so einfach zu finden. Der Gemeinderat bleibt am Thema dran.

Von Andreas Kirschke

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Die Gemeinde Nebelschütz und die Energie und Wasser Aktiengesellschaft Kamenz (Ewag) als Geschäftsbesorger des Abwasserzweckverbandes Obere Schwarze Elster (AZV) wollen auch in Dürrwicknitz eine faire Lösung für die künftige Ableitung des Oberflächenwassers erreichen. Dies versicherte Matthias Wiemann, Leiter des Bereichs Wasserwirtschaft der Ewag auf einer Ratssitzung, die am Donnerstag in Dürrwicknitz stattfand. Die Gemeinde Nebelschütz, die bislang selbständig die Entsorgung des Oberflächenwassers verantwortete und auch selbständig die Kosten für Investitionen und Werterhaltung trug, will die Kanäle an die Ewag Kamenz übergeben, hieß es.

Verbindliche Aussage bis März

„Schon öfter stand das Thema zur Diskussion“, sagte Bürgermeister Thomas Zschornak. „Von den Bürgern gab es eine Interessengruppe. Einwohner wollen einen separaten Kanal zur Einleitung schaffen parallel zur Dorfstraße.“ Spätestens bis Ende März braucht die Gemeinde hierzu eine klare verbindliche Aussage.

Einwohner Andreas Kurjat will sich um Klärung bemühen. „Es braucht mindestens ein halbes Jahr Zeit, um die wasserrechtliche Genehmigung zu beantragen, um Förderung zu beantragen, um eine Firma zu beauftragten“, unterstrich Bürgermeister Thomas Zschornak mit Nachdruck. Er rät dazu, die Maßnahme durch ein Bauplanungsbüro begleiten zu lassen. Damit wäre fachliche Kompetenz mit zugegen. Das Bauplanungsbüro könnte auch die Finanzierung und Kosten-Zusammenstellung mit begleiten. Die Ewag Kamenz so Matthias Wiemann, werde sich dem Wunsch der Bürger nicht verwehren. Er unterstrich jedoch: „Es sollte eine juristische Person als Ansprechpartner für die Behörden geben. Darauf legen sie genau Wert. Das kann der Sprecher einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts GbR sein oder jener Grundstückseigentümer, auf dessen Grundstück die Einleitung erfolgt.“ Hier sollte eine Lösung gefunden werden, hieß es in der Gemeinderatssitzung ausdrücklich.

Große Sorgen bei Starkregen

Sorgen bereiten den Einwohnern immer wieder die Zustände bei Starkregen. Darauf verwiesen Eva Hannusa und Georg Lehmann. „Immer wieder habe ich den Hof voller Wasser. So geht das nicht. Der gesamte Garten schwimmt“, meinte Georg Lehmann. Ihm gehört das letzte Grundstück in Richtung Betsäule. Vier Hektar Landwirtschaft betreibt er dort im Nebenerwerb. Immer wieder dringen bei Starkregen Unmengen Wasser auf sein Grundstück. „Es muss dringend eine Lösung gefunden werden, wie das Wasser abgeleitet wird oder wie ich entschädigt werde“, unterstrich er.

Zugleich forderte er eine Vor-Ort-Begehung mit Vertretern der Ewag Kamenz, der Gemeinde und mit Experten der Agrargenossenschaft. „Wir allein sind nicht der Verursacher“, stellte Thomas Zschornak klar. „Vieles hängt mit der Land-Bewirtschaftung zusammen. Früher gab es eine verantwortungsvolle Bewirtschaftung mit Feldfurchen. Die ist jetzt weggefallen.“

Klärung in dieser komplizierten Frage soll nun die nächste Gemeinderatssitzung bringen. Auch sie findet in Dürrwicknitz statt – und zwar am 26. Februar um 19.30 Uhr. Dazu will die Gemeinde die Agrargenossenschaft Miltitz einladen. Die Einwohner können dann ihre Sorgen und Fragen nochmals vorbringen. Insgesamt, so unterstrich der Bürgermeister, habe Dürrwicknitz bereits eine recht gute Infrastruktur. Derzeit leben im kleinsten Ortsteil der Gemeinde 58 Einwohner.

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