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Oberschule beendet die „Kreidezeit“

Fast alle Klassenzimmer sind nun mit interaktiven Tafeln ausgestattet. Damit aber nicht genug der digitalen Aufrüstung.

Bernd Anders schulte die Bernsdorfer Lehrer an der interaktiven Tafel.
Bernd Anders schulte die Bernsdorfer Lehrer an der interaktiven Tafel. © Foto: Ralf Grunert

Bernsdorf. In der Freien Oberschule Bernsdorf wurden die Sommerferien genutzt, um acht neue interaktive Tafeln zu installieren. Damit sind nun sämtliche Klassenzimmer, mit Ausnahme des Chemie-Kabinetts, mit diesen Hightech-Geräten ausgestattet. Ab dem Schuljahresbeginn ab heute werden alle 15 Lehrer an diesen Tafeln unterrichten. Am Mittwoch erhielten sie von Bernd Anders, dem Inhaber der Copythek aus Hoyerswerda, der seit Schulgründung ein Partner dieser Bildungseinrichtung ist und die Technik geliefert hat, eine Einführung in die Grundfunktionen.

Die Freie Oberschule hat die „Kreidezeit“ beendet, sagt Geschäftsführer Markus Neumann, Kreide ist abgeschafft. Möglich wurde das durch den Digitalpakt der Bundesregierung. Im Freistaat Sachsen werden die Fördermittel durch die Sächsische Aufbaubank ausgereicht. 67.000 Euro flossen nach Bernsdorf. 21.000 Euro steuerte der Trägerverein der Freien Oberschule bei.

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Vorausgegangen war Ende letzten Jahres eine Bestandsanalyse der an der Schule vorhandenen digitalen Medien. „Durch die vor drei Jahren abgeschlossene Schulsanierung waren wir schon recht gut ausgestattet, zum Beispiel mit WLAN“, so der Hinweis von Schulleiterin Ilka Kügler. Darüber hinaus gab es drei interaktive Tafel, 13 Laptops für den flexiblen Einsatz in den Klassen und ein PC-Kabinett mit 16 Arbeitsplätze, Letzteres ausgestattet mit Technik, die schon 2009 angeschafft worden war.

Darauf aufbauend erstellten die Lehrer eine Wunschliste. Am 7. Mai wurde der Fördermittelantrag gestellt. Keine zehn Tage später ging der Zuwendungsbescheid in Bernsdorf ein. Ende Juli begann die Umsetzungsphase mit der Installation der neuen interaktiven Tafeln. Zuvor haben die Zehntklässler, die gerade die Schule verlassen haben, die betreffenden Klassenzimmer gemalert, freut sich Ilka Kügler. Weiter geht die digitale Aufrüstung im September. Für ein mobiles Klassenzimmer erhält die Schule 26 Laptops. Darüber hinaus wird jeder der 15 Lehrer mit einem Dienst-Laptop ausgestattet. Und die Corona-Sofort-Hilfe in Höhe von 7.500 Euro ermöglicht die Anschaffung von wahrscheinlich acht weiteren Laptops. Die sollen ebenfalls im September geliefert werden. Sie sind für Schüler gedacht, die beim Lernen zu Hause keinen Zugriff auf einen Laptop haben.

In den Oktoberferien steht die Erneuerung des PC-Kabinetts auf dem Programm. Dazu gehört die Aufstockung der Schüler-Arbeitsplätze auf 22. „Mehr geht nicht“, sagt Markus Neumann. Das gilt auch für die Versorgung mit WLAN, wenn die entsprechende Technik in den letzten drei Räumen nachgerüstet ist. Komplettiert werden alle Neuerungen durch die Anschaffung eines leistungsfähigeren Servers.

Bis Ende des Jahres wird der Digitalpakt abgeabeitet sein. „Eigentlich wäre bis 2024 Zeit gewesen, wir wollten aber so schnell wie möglich fertig werden.“ Markus Neumann befürchtet, dass die Preise steigen werden. „Außerdem haben wir durch Corona gemerkt, dass wir uns digital besser aufstellen müssen.“ Und die Schulleiterin ergänzt: „Als die Kinder beim Lockdown zu Hause waren, haben wir gemerkt, wo es überall Lücken gibt.“ Das beginnt bei der Nutzung der Schulwebsite und reicht bis hin zum Verfassen einer E-Mail.

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