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Obstgarten soll Touristen locken

Die Zeit ist reif für eine Vermarktung, findet der Freundeskreis. Die sollen jedoch andere übernehmen.

Von Eric Weser

Sie liegt versteckt und ist selbst für einigermaßen Ortskundige nicht gerade einfach zu finden: die Strehler Streuobstwiese. Das könnte sich bald ändern. Denn schon 2014 soll das in den letzten Jahren mühevoll hergerichtete Biotop zum Besuchermagnet werden, auch und vor allem für den Fremdenverkehr.

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Das zumindest wünscht man sich beim Freundeskreis Streuobstwiese Schloss Strehla. Der Verein pflegt das zwar etwas abseits, aber durchaus idyllisch gelegene Areal und sieht die Zeit für eine touristische Vermarktung gekommen. Vorstandsmitglied Klaus Konschak kann sich jedenfalls vorstellen, die Obstwiese als Station in die sogenannten Strehlaer Nixenpfade einzureihen. Über diese Wanderrouten können sich Besucher die Stadt erschließen und dabei Sehenswürdigkeiten entdecken.

Wege sollen befestigt werden

Eine Idee, die in dieser Form wohl kaum eine Chance hat, umgesetzt zu werden, glaubt Tino Baumung vom Strehlaer Stadtmarketingverein. Die Nixenpfade seien in sich abgeschlossen. Baumung kann sich aber dennoch vorstellen, dass die Streuobstwiese künftig mehr Publicity bekommt. Dazu müssten Obstwiesen-Freundeskreis, der Fremdenvekehrs- und der Stadtmarketingverein zusammen mit der Stadtverwaltung an einem Strang ziehen. Konkrete Pläne müssten aber erst noch entwickelt werden.

Der Rückblick auf das Jahr 2013 fällt beim Freundeskreis Streuobstwiese indes gemischt aus. Die Juni-Flut war ein heftiger Schlag ins Kontor. Das Hochwasser hinterließ abgestorbene Bäume, Schlammmassen, zerstörte Wegweiser. Allein der finanzielle Schaden beläuft sich auf über 3 000 Euro. Inzwischen wurde jedoch aufgeräumt und fleißig neu gepflanzt.

Rund 280 Äpfel-, Birnen- und Pflaumenbäume zählt der Verein derzeit auf dem Gelände, für um die 300 Gewächse ist Platz. Diese Zahl soll 2014 erreicht werden.

Und auch das Wegesystem soll komplettiert und Teile mit Feinsplitt befestigt werden, plant der Verein. Vorerst aber ist für die Wiese zwischen Elbe und Schloss ein wenig Winterschlaf angesagt.