SZ +
Merken

Obstland AG fährt gute Ernte ein

Die Dürrweitzschener Obstland AG produziert auch in Krisenzeiten Erfolgsnachrichten. In der diesjährigen Erntesaison fuhren die Dürrweitzschener mit 46400 Tonnen den drittgrößten Ertrag in der 18-jährigen Firmengeschichte ein.

Teilen
Folgen

Von Andy Scharf

Die Dürrweitzschener Obstland AG produziert auch in Krisenzeiten Erfolgsnachrichten. In der diesjährigen Erntesaison fuhren die Dürrweitzschener mit 46400 Tonnen den drittgrößten Ertrag in der 18-jährigen Firmengeschichte ein. Eine Würdigung des unternehmerischen Erfolges erhielt die Obstland AG kürzlich. Das Unternehmen ist wiederholt für seine „gute, wirtschaftliche Situation“ ausgezeichnet worden. Der Obstproduzent belegte bei der Vergabe des „Wirtschaftspreises des Landkreises Leipziger Land“ den dritten Platz.

Neue Produkte geplant

In den Plantagen an den fünf Standorten in Ablaß, Baderitz, Dürrweitzschen, Leisnig und Sornzig wurden 46400 Tonnen Obst geerntet. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es 37700 Tonnen, im Rekordjahr 2003 rund 46700 Tonnen. Das Gros der diesjährigen Erntemengen macht wie gewöhnlich das Kernobst aus. Mit etwa 39000 Tonnen Äpfeln sowie 3200 Tonnen Birnen entspricht dieser Anteil mehr als 91 Prozent der Gesamtobstproduktion. Der Rest teilt sich auf das Weich- und Steinobst auf. Neben Sauerkirschen, Erdbeeren und Johannisbeeren wachsen auf den Feldern der Obstland AG Pflaumen, Süßkirschen und auch Himbeeren.

Trotz einer guten Ernte muss sich das Unternehmen auch Herausforderungen stellen. „Sorgen bereiten uns die niedrigen Marktpreise. Das Angebot ist groß, die Konkurrenz ebenfalls“, sagt Prokurist Wolfgang Scheefe. Vor allem Polen als Europas größter Apfelerzeuger drückt mit noch niedrigeren Lohn- und Produktionskosten als Deutschland die Preise. „Dieser Kampf ist nur über Qualität und Innovation zu gewinnen“, sagt Scheefe.

Das Unternehmen richtet den Blick indes nach vorn. Noch in diesem Jahr könnten neue Bio-Apfel-Sorten angepflanzt werden. Das Kernobst soll künftig auch zum Verzehr angeboten werden. „Die Nachfrage nach Bio-Frischprodukten auf dem Markt ist gestiegen. Daher bauen wir unser Angebot mit Blick in die Zukunft weiter aus“, sagt Scheefe.

Zertifizierte Biopflanzen seien in Deutschland nur schwer erhältlich. Daher richte sich der Start der Neuanpflanzungen nach der Lieferbarkeit. Bisher wachsen auf den Feldern im Obstland überwiegend säuerliche Bio-Apfelsorten. Diese sind für den Verzehr nicht ideal. Ein Großteil davon wird daher in der unternehmenseigenen Kelterei „Sachsenobst“ in Neugreußnig bei Döbeln zu Saft verarbeitet.

Kalbitz: Lohn für gute Arbeit

Der neueste Wirtschaftspreis ist für Vorstandschef Gerd Kalbitz „eine hohe Anerkennung der Leistungen aller 366 Mitarbeiter“. Die Ehrung sei eine große Motivation, die tägliche Arbeit mit noch größerem Engagement zu meistern. Der Erfolg des Unternehmens äußere sich auch im steigenden Bekanntheitsgrad der Produkte. Auszeichnungen sind für die Obstländer nichts Neues. Erst kürzlich ist die Obstland AG mit der „Premier Ehrenplakette zum Großen Preis des Mittelstandes“ geehrt worden (wir berichteten am 27. Oktober).