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Öl und Diesel statt Wasser

Die Feuerwehr stieg jetzt in den Langenhennersdorfer Bach. Nun ist er zwar wieder sauber. Nach dem Verursacher des Übels wird noch gesucht. Es gibt eine Spur.

Feuerwehrleute standen mehrere Stunden im Langenhennersdorfer Bach, um das Öl und den Diesel zu entfernen.
Feuerwehrleute standen mehrere Stunden im Langenhennersdorfer Bach, um das Öl und den Diesel zu entfernen. © Marko Förster

8. Mai:  Die Wasserproben werden aktuell im Labor untersucht. Es wird derzeit auch die Verbindung des Rohres, neben dem das verunreinigte Wasser am Dienstag gefunden wurde, zu einem Grundstück und dessen Eigentümer geprüft, teilt die Polizei am Freitag mit.  Angezeigt ist eine Gewässerverunreinigung. Die Ermittlungen müssen nun zeigen, ob  ein schuldhaftes oder fahrlässiges Verhalten, ein technischer Defekt oder andere Gründe zur Verunreinigung führten. Da der Stoff noch nicht klar ist, liegen zudem auch noch keine Aussagen zum Grad der Verunreinigung vor. Es war von Öl und Diesel ausgegangen worden.  

Ursprüngliche Meldung: 23 Feuerwehrleute aus Langenhennersdorf, Berggießhübel und Markersbach reinigten am Dienstag mehrere Stunden den Langenhennersdorfer Bach. In bzw. auf ihm schwammen Öl und Diesel. Die Retter beseitigten die Flüssigkeiten, säuberten Bachbett und Pflanzen. Die kontaminierte Erde aus dem Bach- und Uferbereich wurde abgetragen und mit Eimern abtransportiert. Zwei Ölsperren wurden errichtet, um das weitere Ausbreiten zu verhindern. 

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Wie das Öl in den Bach kam und wer dafür verantwortlich ist, ist noch immer ungeklärt. Das Öl-Diesel-Gemisch befand sich am Auslauf eines Rohres. Inwiefern das ein Hinweis auf den Verursacher der Bach-Verschmutzung ist, ist offen. Zu weiteren Schäden an  Fauna und Flora ist nichts bekannt.

Polizei ermittelt wegen Umweltstraftat

Polizei und die Untere Wasserbehörde vom Landratsamt waren vor Ort. Es wurden Wasserproben genommen. Für die Polizei handelt es sich um eine Umweltstraftat. Es läuft nun eine Anzeige gegen Unbekannt. Die Stadt Bad Gottleuba-Berggießhübel hat den Sachverhalt an das Landratsamt zur weiteren Bearbeitung und Klärung übergeben. Die Behörde wiederum verweist an die Polizei. (mf, SZ/sab)

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