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Ohne Auto auf den Highway to Hell

Tausende AC/DC-Fans sorgen für Ausnahmezustand: Straßen, Wege und Haltestellen sind gesperrt, keine Chance für Parker; Bahnen und Busse fahren im Zeitraffer.

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Unter Strom haben die ganze Woche lang schon etliche Dresdner gestanden – die einen vor Freude auf das AC/DC-Konzert am Sonntag, die anderen vor Ärger über frühzeitig gesperrte Radwege. Dass diese Vorkehr wegen des Bühnen- und Konzertgeländeaufbaus in der Flutrinne keine Boshaftigkeit der Behörden ist, für die man am Montag umgehend spazieren gehen sollte, stand gestern in der Sächsischen Zeitung. Eine Band wie diese braucht tonnenweise Equipment, und rund 90 000 Fans müssen sicher platziert, mit transportablen Toiletten und gastronomischen Angeboten versorgt werden. Das schafft ein Team dieser Größenordnung nicht über Nacht.

Allein die Malteser sind mit 100 Helfern vor Ort und auf alles vorbereitet – von der Beule am Kopf bis zum Einsatz bei einer Massenpanik. Bleiben alle Fans fröhlich und gelassen und zetteln keine genervten Radfahrer Streit an, sollte das jedoch nicht nötig sein. Überhaupt dürfte alles glattlaufen, wenn sich mittelbar und unmittelbar Beteiligte an die Spielregeln halten.

Dazu gehört: Auto weg vom Konzertgelände! Dort gibt es nämlich keine Parkplätze. Wer es doch wagt, in die Nähe des Ostrageheges zu rollen, gelangt auf den Highway zur Hölle und legt sich mit dem Teufel an. Oder mit den Ordnern, was nicht besser sein muss. Jedenfalls rät der Veranstalter dringend von motorisierten Annäherungen ab. Stattdessen rüsten die Dresdner Verkehrsbetriebe und der Verkehrsverbund Oberelbe tüchtig auf. Die Konzertkarten gelten von Sonntag, 11 Uhr bis Montag, 4 Uhr als Fahrschein für Bus, Straßenbahn, S-Bahn, Regionalbus und Regionalzug. Ab etwa 13 Uhr bis zum Konzertbeginn fahren die Linie „9“ und die zusätzliche „E9“ im Fünfminutentakt. Nach dem Konzert wird die Schlagzahl auf alle drei Minuten erhöht. Dagegen werden die Haltestellen „Alberthafen“, „Messering“ und „Messe Dresden“ aus Sicherheitsgründen nicht bedient. Gesperrt für Autos bleiben die anliegenden Straßen zum Konzertgelände und für Fußgänger die Schlachthofbrücke. (nl)

Weitere Informationen und Skizzen zu An- und Abfahrt unter www.dvb.de sowie www.vvo-online.de